mini|Jamala (2024) mini|Jamala beim Odessa-Musikfestival 2012
Jamala (, ; bürgerlich , Susana Alim qızı Camaladinova, bzw. Susana Camaladinova; * 27. August 1983 in Osch, Kirgisische SSR, Sowjetunion) ist eine ukrainische Sängerin. Sie gewann für die Ukraine den Eurovision Song Contest 2016 (ESC) in Stockholm.
Leben und Karriere mini|Jamala beim Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm mini|Jamala nach dem Sieg beim Eurovision Song Contest 2016 Sussana Dschamaladinowa wuchs in Osch in Kirgisistan und in Aluschta auf der ukrainischen Halbinsel Krim auf. Ihr Vater ist Krimtatare und wie sie Muslim, während ihre Mutter Christin armenischer Herkunft ist. 1944 wurden ihre Vorfahren väterlicherseits, wie alle Krimtataren, auf Befehl von Josef Stalin wegen angeblicher Kollaboration mit den Nazis von der Krim nach Zentralasien deportiert. Nach Auflösung der Sowjetunion 1991 kehrten ihre Eltern auf die Krim zurück.http://ukr.segodnya.ua/culture/stars/dzhamala-hochu-pyshnuyu-krymsko-tatarskuyu-svadbu-591306.html
Jamala ist Spinto-Sopranistin und in den Genres Jazz, Soul, R&B und Weltmusik mit klassischen und Gospel-Elementen aktiv.
Der Wendepunkt ihrer Karriere war ein Auftritt beim New Wave Festival im lettischen Jūrmala 2009, wo sie einen Sonderpreis für ihre außergewöhnlichen stimmlichen Fähigkeiten und ihre Wandelfähigkeit innerhalb der Genres erhielt.
2011 trat sie erstmals mit dem Titel Smile beim ukrainischen Vorentscheid für den ESC in Düsseldorf an und erreichte im Finale den dritten Platz hinter Zlata Ohnjewitsch und Mika Newton. Aufgrund von Unregelmäßigkeiten beim Voting wurde ein erneuter Vorentscheid für diese drei Interpretinnen anberaumt, der dann aber aufgrund Jamalas Absage, die sie mit Manipulationsvorwürfen an das ukrainische Fernsehen begründete, nicht stattfand, sodass Mika Newton am ESC teilnahm.https://eurovisiontimes.wordpress.com/2011/03/01/ukraine-jamala-withdraws-from-national-final/
2016 gewann sie mit ihrem Lied 1944 zunächst den ukrainischen ESC-Vorentscheid und sie durfte ihr Land somit beim Eurovision Song Contest in Stockholm vertreten. Der Titel ihres Liedes ist eine Anspielung auf das Jahr 1944, in dem Stalin die Krimtataren nach Zentralasien deportieren ließ. Im Text geht sie auf die verlorengegangene Kindheit in der Heimat und die Gräueltaten der Sowjets ein. Durch den Refrain auf Krimtatarisch war diese Sprache erstmals beim Wettbewerb zu hören.Jamala will represent Ukraine in Stockholm!, eurovision.tv, 21. Februar 2016. Im zweiten Halbfinale am 12. Mai belegte sie mit 287 Punkten den zweiten Platz, womit sie sich für das Finale am 14. Mai qualifizierte. Dieses gewann sie mit 534 Punkten und somit einem geringen Vorsprung von 23 Punkten vor Australiens Dami Im mit ihrem Song Sound of Silence. Im Mai 2016 wurde sie Ehrenbürgerin der Stadt Kiew.Sussana Alimiwna Dschamaladinowa wird Ehrenbürgerin von Kiew kmr.gov.ua, Kiewer Stadtrat, abgerufen am 19. September 2016.
Sie war beim ukrainischen ESC-Vorentscheid Widbir 2017, 2018, 2019 und 2022 als Jurorin tätig. Im März 2022 war sie Gast bei der Deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest.
Sie spricht Ukrainisch, Krimtatarisch, Russisch und Englisch.
Jamala hat wiederholt den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine öffentlich angeprangert und macht sich auch für die Krimtataren stark, die auf der von Russland 2014 annektierten Krim Menschenrechtsberichten zufolge unterdrückt werden. Am 20. November 2023 meldeten staatliche russische Nachrichtenagenturen, dass Jamala zur Fahndung ausgeschrieben ist, ohne den strafrechtlichen Vorwurf zu deklarieren. Am selben Tag nahm Jamala Kenntnis davon, postete ein ungläubigen Emoji und ein Hintergrundbild, das sie vor dem Sydney Opera House zeigt.Russland fahndet nach Song-Contest-Siegerin Jamala orf.at, 20. November 2023, abgerufen am 20. November 2023.
Aufgrund des Angriffskriegs flüchtete die Sängerin 2022 in die Türkei.
Im März 2024 wurde Jamala mit dem Taras-Shewtschenko-Preis für ihr Album Qirim ausgezeichnet.
Diskografie Alben 2011: For Every Heart 2013: All or Nothing 2015: Подих 2016: 1944 2018: Крила 2021: Ми 2023: Qirim
Live-Alben 2012: Live at Arena Concert Plaza (Konzert-DVD)
Kompilationen 2019: 10 2020: Свої
EPs 2014: Thank You 2016: 1944 2021: 05:45 2021: Потайки 2022: Поклик
Singles (Auswahl) 2016: 1944 2016: Злива (mit BoomBox & Piánoboy) 2017: I Believe In U 2018: Крила 2019: Кохаю (mit Jah Khalib) 2021: Жалі (mit Alyona Alyona)
Auszeichnungen Ehrenbürger der Stadt Kiew, 2016 Volkskünstler der Ukraine, 2016 Taras-Shewtschenko-Preis, 2024
Weblinks
Offizielle Website (englisch, ukrainisch und russisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Pseudonym Kategorie:Musiker (Ukraine) Kategorie:Popsänger Kategorie:Sopran Kategorie:Interpret eines Siegerbeitrags zum Eurovision Song Contest Kategorie:Interpret eines ukrainischen Beitrags beim Eurovision Song Contest Kategorie:Volkskünstler der Ukraine Kategorie:Träger des Taras-Schewtschenko-Preises Kategorie:Coach einer The-Voice-Version Kategorie:Ehrenbürger von Kiew Kategorie:Ukrainer Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1983 Kategorie:Frau