mini|König Wilhelm II. von Württemberg als oberster württembergischer Kriegsherr 1915.Die folgende Liste der Württembergischen Militärverbände gibt einen Überblick über alle Verbände ab Regiment der Streitkräfte des Königreiches Württemberg während des Ersten Weltkrieges, geordnet nach ihrer Art, einschließlich ihres Standortes, ihrer Gründung und ihrer Auflösung.
Armeekorps Mit der Militärkonvention von 1870 wurden die württembergischen Truppen Teil des Deutschen Reichsheeres. Sie wurden 1871 in einem Armeekorps zusammengefasst und in die preußische Nummerierung eingereiht. Während des Ersten Weltkrieges wurden die württembergischen Truppen nie als geschlossener Verband eingesetzt, sondern waren auf unterschiedliche Heeresgruppen oder Armeekorps verteilt. NameStandort Gründung / Aufstellung Auflösung Bemerkungen XIII. (Königlich Württembergisches) Armee-Korps Stuttgart Oktober 1871Königliches Kriegsministerium (Hrsg.): Militär-Handbuch des Königreichs Württemberg, Große Ausgabe, nach dem Stande vom 6. Mai 1913. Stuttgart 1913. Nach Kriegsende. – Württembergisches General-Kommando z. b. V. Nr. 64 Kriegsformation 5. Januar 1917Fritz von Graevenitz: Die Entwicklung des württemb. Heerwesens und Die deutsche oberste Führung im Weltkrieg in ihrer Bedeutung für die württ. Streitkräfte (Württembergs Heer im Weltkrieg). Heft 1 und 2. [Doppelband]. Bergers Literar. Büro und Verlagsanstalt, Stuttgart 1921. Nach Kriegsende. –
Divisionen Seit 1871 war die württembergische Armee in zwei Divisionen gegliedert. Mit Kriegsbeginn wurden im August 1914 zwei weitere Reservedivisionen mobilgemacht. Insgesamt waren während des Krieges acht weitere Divisionen aufgestellt. Infanteriedivisionen Standort Gründung / Aufstellung Auflösung Bemerkungen 26. Division (1. Königlich Württembergische) Stuttgart 18. Dezember 1871 Nach Kriegsende. – 27. Division (2. Königlich Württembergische) Ulm 18. Dezember 1871 Nach Kriegsende. – 204. (Württembergische) Infanterie-Division Kriegsformation Dezember 1916Erich Berger: Die 204. (S.W.) Infanterie-Division im Weltkrieg 1914–1918 (Württembergs Heer im Weltkrieg, Heft 8), Bergers Literarisches Büro und Verlagsanstalt, Stuttgart 1922, S. 32. Januar 1919 War 204. (Sächs-Württ.) Infanterie-Division. 242. (Württembergische) Infanterie-Division Kriegsformation 16. Januar 1917Hellmut Gnamm: Die 242. Infanterie-Division im Weltkriege1914–18 (Württembergs Heer im Weltkrieg, Heft 9), Bergers Literarisches Büro und Verlagsanstalt, Stuttgart 1922, S. 7. Nach Kriegsende. – 243. (Württembergische) Infanterie-Division Kriegsformation 1. April 1917 Nach Kriegsende. War 8. (Württ.) Ersatz-Division. Reservedivisionen Standort Gründung / Aufstellung Auflösung Bemerkungen 26. (Württembergische) Reserve-Division Kriegsformation 2. August 1914Otto von Moser: Die Württemberger im Weltkriege. Belser-Verlag, Stuttgart 1927. Nach Kriegsende. – 54. (Württembergische) Reserve-Division Kriegsformation 26. August 1914 31. August 1918 – Landwehrdivisionen Standort Gründung / Aufstellung Auflösung Bemerkungen 2. (Württembergische) Landwehr-Division Kriegsformation 17. Dezember 1915 Nach Kriegsende. War preußische 2. Landwehr-Division. 7. (Württembergische) Landwehr-Division Kriegsformation 14. April 1915 Nach Kriegsende. – 26. (Württembergische) Landwehr-Division Kriegsformation 5. Januar 1917 7. Dezember 1918 – Ersatzdivisionen Standort Gründung / Aufstellung Auflösung Bemerkungen 8. (Württembergische) Ersatz-Division Kriegsformation 7. Februar 1917Ludwig Uhland: Die 51. Württ. Ersatz-Infanterie-Brigade im Weltkriege 1914–17. Teil I und Die 243. Infanterie-Division im Weltkriege 1917–18. Teil II. In: Württembergs Heer im Weltkrieg. Heft 10. Bergers Literar. Büro und Verlagsanstalt, Stuttgart 1926. 1. April 1917 War preußische 8. Ersatz-Division. Wurde 243. (Württ.) Infanterie-Division.
Brigaden Infanteriebrigaden Zusätzlich zu den vier aktiven Infanteriebrigaden wurden während des Krieges sechs weitere aufgestellt. Gegen Ende des Krieges war jeweils eine Infanteriebrigade einer württembergischen Division unterstellt. Infanteriebrigaden Standort Gründung / Aufstellung Auflösung Bemerkungen51. Infanterie-Brigade (1. Königlich Württembergische) Stuttgart 31. März 1817 Nach Kriegsende. –52. Infanterie-Brigade (2. Königlich Württembergische) Ludwigsburg 31. März 1817 26. Mai 1915 –53. Infanterie-Brigade (3. Königlich Württembergische) Seit 1849 in Ulm. 31. März 1817 Nach Kriegsende. –54. Infanterie-Brigade (4. Königlich Württembergische) Ulm 31. März 1817 31. Januar 1917 Wurde 242. (Württ.) Infanterie-Brigade.242. (Württembergische) Infanterie-Brigade Kriegsformation 31. Januar 1917 Nach Kriegsende. War 54. (Württ.) Infanterie-Brigade.247. (Württembergische) Infanterie-Brigade Kriegsformation 1. April 1917 Nach Kriegsende. War 51. (Württ.) Ersatz-Infanterie-Brigade.407. (Württembergische) Infanterie-Brigade Kriegsformation Erstmals 19. Juli 1916. Wiedererrichtet 5. Januar 1917. Erstmals 3. September 1916. Endgültig nach Kriegsende. War 1917 53. (Württ.) Landwehr-Infanterie-Brigade. Auch Brigade Württemberg genannt.Reserveinfanteriebrigaden Standort Gründung / Aufstellung Auflösung Bemerkungen 51. (Württembergische) Reserve-Infanterie-Brigade Kriegsformation 2. August 1914 Nach Kriegsende. – 52. (Württembergische) Reserve-Infanterie-Brigade Kriegsformation 2. August 1914 Januar 1917 – 107. (Württembergische) Reserve-Infanterie-Brigade Kriegsformation 1. September 1914 Nach Kriegsende. – 108. (Württembergische) Reserve-Infanterie-Brigade Kriegsformation Herbst 1914 Januar 1917 – Landwehrinfanteriebrigaden Standort Gründung / Aufstellung Auflösung Bemerkungen 51. (Württembergische) Landwehr-Infanterie-Brigade Kriegsformation 2. August 1914 Nach Kriegsende. Auch Brigade Frech genannt. 52. (Württembergische) Landwehr-Infanterie-Brigade Kriegsformation 2. August 1914 Nach Kriegsende. Auch Brigade Ferling genannt. 53. (Württembergische) Landwehr-Infanterie-Brigade Kriegsformation 2. August 1914 5. Januar 1917 Wurde 407. (Württ.) Infanterie-Brigade. 54. (Württembergische) Landwehr-Infanterie-Brigade Kriegsformation 23. Dezember 1915 Nach Kriegsende. –Ersatzinfanteriebrigaden Standort Gründung / Aufstellung Auflösung Bemerkungen 51. (Württembergische) Ersatz-Infanterie-Brigade Kriegsformation 2. August 1914 1. April 1917 Wurde 247. (Württ.) Infanterie-Brigade.
Kavalleriebrigaden Zu Friedenszeiten waren zwei aktive Kavalleriebrigaden aufgestellt. Mit Kriegsbeginn wurde eine davon aufgelöst und 1918 wieder aufgestellt. Die andere Kavalleriebrigade bestand bis 1918. Kavalleriebrigaden Standort Gründung / Aufstellung Auflösung Bemerkungen 26. Kavallerie-Brigade (1. Königlich Württembergische) Seit 1849 in Stuttgart. 31. März 1817 Nach Kriegsende. – 27. Kavallerie-Brigade (2. Königlich Württembergische) Seit 1908 in Ludwigsburg. Erstmals 31. März 1817. Wiedererrichtet 1918. Erstmals 1914. Endgültig nach Kriegsende. –
Artilleriebrigaden Zwei weitere Artilleriebrigaden wurden während des ersten Kriegsjahres aufgestellt und verstärkten die bereits bestehenden, aktiven Brigaden. Bis Mitte 1917 wurden alle Artilleriebrigaden aufgelöst und Artilleriekommandeure gebildet, denen die Führung aller Artillerieverbände einer Division übertragen waren. Artilleriebrigaden Standort Gründung / Aufstellung Auflösung Bemerkungen 26. Feldartillerie-Brigade (1. Königlich Württembergische) Ludwigsburg 1814 Mitte Februar 1917Jürgen Kraus: Handbuch der Verbände und Truppen des deutschen Heeres 1914–1918. Teil IX: Feldartillerie. Band 1. Verlag Militaria, Wien 2007. ISBN 978-3-902526-15-1. Wurde Württ. Artillerie-Kommandeur Nr. 26. 27. Feldartillerie-Brigade (2. Königlich Württembergische) Ulm 1. April 1899 Mitte Februar 1917 Wurde Württ. Artillerie-Kommandeur Nr. 27. 58. (Württembergische) Feldartillerie-Brigade Kriegsformation März 1915 Mitte Februar 1917 Wurde Württ. Artillerie-Kommandeur Nr. 58. Reserveartilleriebrigaden Standort Gründung / Aufstellung Auflösung Bemerkungen 26. (Württembergische) Reserve-Feldartillerie-Brigade Kriegsformation Frühjahr 1915 Mitte Februar 1917 Wurde Artillerie-Kommandeur Nr. 122. Artilleriestäbe Standort Gründung / Aufstellung Auflösung Bemerkungen Württembergischer General von der Artillerie Nr. 13 Kriegsformation 18. Januar 1918 Nach Kriegsende. War preußischer General von der Artillerie Nr. 13 Württembergischer Kommandeur der Munitions-Kolonnen und Trains Nr. 6 Kriegsformation 5. Januar 1917 Nach Kriegsende. –
Regimenter Infanterieregimenter Zusätzlich zu den zehn aktiven Infanterieregimentern wurden im August 1914 zehn weitere mobilgemacht. Im Laufe des Krieges wuchs deren Anzahl stetig an, so dass am Ende des Krieges 36 im Felde standen.