mini|Chronik der litauischen katholischen Kirche, Ausgabe von 1974 Die Chronik der litauischen katholischen Kirche (lit. Lietuvos katalikų bažnyčios kronika, LKB kronika) war die größte litauische Untergrundzeitschrift und die einzige des sowjetischen Samisdat, die allen Festnahmen, Verhören und Prozessen zum Trotz ohne Unterbrechung achtzehn Jahre lang erschien.Geschichte
Geschichte Die Chronik der litauischen katholischen Kirche wurde vom 19. März 1972 bis zur Wiedergewinnung der litauischen Unabhängigkeit 1990 herausgegeben. Ihr Vorläufer waren Samisdat-Blätter einzelner Pfarreien, die seit den späten 1960er Jahren meist von Priestern verfasst und von Laien vervielfältigt und örtlich verteilt wurden.Marite Sapiets: Lithuania’s Unofficial Press. In: Index on Censorship, Jg. 9 (1980), Heft 4, S. 35–38, hier S. 35. Die Chronik ist eine Dokumentation der Kirchenverfolgung und der Menschenrechtsverletzungen nicht nur in Litauen, sondern in der Sowjetunion insgesamt.Rita Tūtlytė: Die stille Moderne in der litauischen Literatur. In: Literatūra, , Jg. 56 (2014), Heft 1, S. 68–80, hier S. 69. Die Mitarbeiter der Zeitschrift wurden vom KGB verfolgt. Die Chronik wurde ins Englische und Spanische übersetzt.
Mitarbeiter Sigitas Tamkevičius (* 1938), Redakteur (1972–1983), Priester Jonas Boruta (1944–2022), Priester Petras Gražulis (* 1958) Saulius Pečeliūnas (1956–2023) Petras Plumpa (* 1939) Felicija Nijolė Sadūnaitė (1938–2024), Nonne Jonas Stašaitis (1921–2012) Alfonsas Svarinskas (1925–2014), Priester
Literatur Žurnalistikos enciklopedija. Pradai, Vilnius 1997, ISBN 9986-776-62-7.
Weblinks Website der Chronik
Einzelnachweise
Kategorie:Widerstand gegen die sowjetische Okkupation im Baltikum Kategorie:Römisch-katholische Kirche in Litauen Kategorie:Katholische Zeitschrift Kategorie:Geschichte der Menschenrechte Kategorie:Christentumsgeschichte (Litauen) Kategorie:Litauischsprachige Zeitschrift Kategorie:Ersterscheinen 1972 Kategorie:Menschenrechte in Litauen Kategorie:Antiquarische Zeitschrift (Sowjetunion) Kategorie:Erscheinen eingestellt 1990