Kamyschin () ist eine Großstadt am rechten Ufer der Wolga im Süden Russlands. Sie liegt am Wolgograder Stausee auf halbem Wege zwischen Saratow und Wolgograd. In Kamyschin mündet das Flüsschen Kamyschinka (russisch ) in den Stausee. Die Stadt hat 104.000 Einwohner (Stand: 2025) und ist damit der drittgrößte Ort in der Oblast Wolgograd.
Geschichte Kamyschin wurde 1668 gegründet, als Zar Alexei Michailowitsch eine Einheit Strelizen in die Mündung von Kamyschinka schickte, und bis zum 18. Jahrhundert zeitweise als Festung zum Schutz des Handelsweges auf der Wolga genutzt.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1897 16.264 1926 18.477 1939 23.981 1959 56.511 1970 97.242 1979 111.565 1989 122.463 2002 127.891 2010 119.565 Anmerkung: Volkszählungsdaten
Wirtschaft Wichtigster Industriezweig der Stadt ist die Textilindustrie.
Verkehr Kamyschin liegt an der Fernstraße R228, die von Sysran über Saratow nach Wolgograd führt.
Sport Die Stadt wird durch den Fußballverein FK Tekstilschtschik Kamyschin vertreten, der nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion eines der Gründungsmitglieder der neugeschaffenen russischen Obersten Liga gewesen ist.
Militär In Kamyschin ist die 56. Luftsturm-Brigade der russischen Luftlandetruppen stationiert.
Söhne und Töchter der Stadt
Georg Baier (1870–1938), deutsch-russischer römisch-katholischer Geistlicher und Märtyrer Wiktor Tschernow (1873–1952), Politiker Aloysius Kappes (1885–1937), Pfarrer Dominik Hollmann (1899–1990), Schriftsteller und Dichter Wladimir Fere (1902–1971), Komponist Alexei Maressjew (1916–2001), Pilot Alexander Tschirkow (* 1941), Literaturwissenschaftler Denis Kolodin (* 1982), Fußballspieler Wera Ganejewa (* 1988), Diskuswerferin Michail Merkulow (* 1994), Fußballspieler Kirill Kolesnitschenko (* 2000), Fußballspieler
Einzelnachweise
Weblinks
Kamyschin auf mojgorod.ru (russisch)
Kategorie:Ort in der Oblast Wolgograd Kategorie:Ort an der Wolga Kategorie:Gegründet 1668 Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1780