Heinrich Kohlrausch (* 1780 in Hannover; † 4. Mai 1826 in Berlin)Traueranzeige in der „Staats- und gelehrten Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten“ vom 13. Mai 1826 (online verfügbar bei Google Books)Kohlrausch, Heinrich in der Datenbank (Neueingabe erforderlich) der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek war ein deutscher ArztVergleiche die Angaben unter der GND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek und Königlich Preußischer Geheimer Obermedizinalrat.Vergleiche die Inschrift beispielsweise auf diesem Foto-Dokument

Leben Heinrich Kohlrausch war zunächst Königlich Hannoverscher Generalfeldmedicus.Vergleiche Kohlrausch, Heinrich, in: Deutsche Biographie

Ab 1803 hielt er sich in Rom auf und wurde dort der Hausarzt der Familie Humboldt. Caroline von Humboldt schreibt 1803 über ihn in einem Brief: „Er ist ein Hannoveraner [...] und hat trotz seiner Jugend — er ist 25 oder 26 Jahre alt — eine ungemeine Erfahrung, weil er als Arzt und Chirurgus mehrere Jahre bei der Armee war und daher die wichtigsten Fälle gesehen und behandelt hat.“

Als die schwangere Caroline v. Humboldt 1804, nach dem plötzlichen Tod ihres ältesten Sohnes Wilhelm, Rom fluchtartig zusammen mit Tochter Caroline und krankem Sohn Theodor verließ, begleitete und betreute Kohlrausch sie auf ihrer Reise zurück in ihre Heimat und dann weiter nach Paris. Dort kam Carolines Tochter Louise zur Welt, starb aber bereits wenige Wochen später. Erst 1805 kehrte Kohlrausch von dort zusammen mit Caroline v. Humboldt nach Rom zurück.

1809, nach schweren Streitereien Kohlrauschs mit Alexander von Rennenkampff, veranlasste Wilhelm von Humboldt, dass er das Haus verlassen musste. Er ging nach Berlin, wo er 1810 eine von Humboldt verschaffte Anstellung an der Berliner Charité antrat und schließlich 'Geheimer Ober-Medizinalrat' wurde.

Er heiratete 1815 Henriette Eichmann (* 12. Juli 1781; † 7. November 1842), deren - denkmalgeschütztesGerd Weiß, Marianne Zehnpfennig: Nikolaikapelle und Nikolaifriedhof, in: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Stadt Hannover, Teil 1, Bd. 10.1, hrsg. von Hans-Herbert Möller, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt - Veröffentlichungen des Instituts für Denkmalpflege, Friedr. Vieweg & Sohn, Braunschweig/Wiesbaden 1983, ISBN 3-528-06203-7, S. 57ff.; sowie Mitte im Addendum zu Band 10.2, Verzeichnis der Baudenkmale gem. § 4 (NDSchG) (ausgenommen Baudenkmale der archäologischen Denkmalpflege) / Stand: 1. Juli 1985 / Stadt Hannover, S. 3ff. - Grabmal sich auf dem Alten St.-Nikolai-Friedhof in Hannover befindet.

mini|Grabmal der Henriette Kohlrausch, geborene Eichmann, auf dem Alten St.-Nikolai-Friedhof in Hannover

Kohlrausch starb 1826 an den Folgen von Schlaganfällen, die ihn seit 1824 körperlich und geistig behinderten. Beigesetzt wurde er auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte.

Seine Witwe wurde Gesellschaftsdame der Königin Friederike von Hannover, deren Leibarzt Kohlrausch auch gewesen war.

Literatur

Heinrich Wilhelm Rotermund: Das gelehrte Hannover oder Lexicon von Schriftstellern und Schriftstellerinnen, gelehrten Geschäftsmännern und Künstlern, die seit der Reformation in und ausserhalb den sämtlichen zum jetzigen Königreich Hannover gehörigen Provinzen gelebt haben, oder noch leben : aus den glaubwürdigsten Schriftstellern zusammengetragen, Bd. 2, Bremen: Schünemann, 1823, S. CLXVIII (Digitalisat) Deutsches Biographisches Archiv

Einzelnachweise

Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1780 Kategorie:Gestorben 1826 Kategorie:Mann Kategorie:Person (Hannover) Kategorie:Militärperson (Hannover) Kategorie:Geheimer Obermedizinalrat