Carmen Tartarotti (* 5. Oktober 1950 in Latsch) ist eine deutschsprachige, aus Südtirol stammende Autorenfilmerin.
Leben Carmen Tartarotti verbrachte ihre Jugend im Vinschgau in Südtirol (Italien). Von 1963 bis 1971 besuchte sie die Frauenoberschule in Meran. Nach dem Abitur studierte sie von 1972 bis 1973 in Marburg und anschließend in Frankfurt am Main Germanistik und Politik. Während des Studiums arbeitete sie in verschiedenen Projekten mit italienischen Gastarbeitern und politischen Emigranten. Nach dem Magisterabschluss 1978 absolvierte sie ein Praktikum beim Hessischen Rundfunk und arbeitete als freie Mitarbeiterin in der Fernsehredaktion Kultur. Mit einer Förderung des Bundesministeriums des Innern (BMI) realisierte sie 1980 ihren ersten experimentellen Kurzfilm „Kribus-Krabus-Domine“. Der Film stellte den Beginn ihrer selbstständigen Tätigkeit als Filmemacherin dar. 2019 wurde er im Rahmen der Retrospektive „Selbstbestimmt. Perspektiven von Filmemacherinnen“ auf der Berlinale gezeigt.Pressemitteilung zur Berlinale 2019 Carmen Tartarotti arbeitet als freie Autorin, Regisseurin und Produzentin in Frankfurt, Meran und Berlin.
Auszeichnungen und Nominierungen 2016 Preis für den besten Dokumentarfilm für Wir können nicht den hellen Himmel träumen Filmfestival "Bergamo Filmmeeting", I-Bergamo 2014 Preis für den besten Dokumentarfilm für Wir können nicht den hellen Himmel träumen Filmfestival "Der neue Heimatfilm", A-Freistadt 2014 Publikumspreis der Stadt Bozen für Wir können nicht den hellen Himmel träumen 2010 Deutscher Filmpreis Vornominierung für Das Schreiben und das Schweigen 2010 Lichter Filmpreis für Das Schreiben und das Schweigen 2010 Preis der deutschen Filmkritik Nominierung für Das Schreiben und das Schweigen 2012 Filmplus Bild-Kunst Schnitt Preis Nominierung für Das Schreiben und das Schweigen 2011 'LOLA@Berlinale' mit Das Schreiben und das Schweigen 2010 “Unsere Medaillen” Tagesspiegel Berlin Silber für Das Schreiben und das Schweigen 2009 Hessischer Filmpreis für Das Schreiben und das Schweigen 1993 Internationale Biennale film+arc.graz Arch+ Filmstein Gold für Paradiso del Cevedale 1992 Förderpreis “Walther von der Vogelweide” für Paradiso del Cevedale 1991 Filmpreis der Stadt München: „LiteraVision“ für 1 Häufchen Blume 1 Häufchen Schuh 1980 Prädikat „Besonders wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertungsstelle (FBW) für Kribus-Krabus-Domine
Werke Wir können nicht den hellen Himmel träumen, Dokumentarfilm 2014, Wir können nicht den hellen Himmel träumenInterview mit Carmen Tartarotti in: Das Schreiben und das Schweigen – Die Schriftstellerin Friederike Mayröcker, Dokumentarfilm, 2009Interview mit Carmen Tartarotti von Interview mit Carmen Tartarotti von Zwischen Grant und Elend, Dokumentarfilm, 2006 Videoinstallation im Bergbaumuseum Ahrntal / Südtirol, 2000 Wunder über Wunder, Filmserie in 11 Folgen mit dem Kunsthistoriker Leo Andergassen, 1996 Ganzallerliebst – Vom Mythos der Kurstadt Meran, Dokumentarfilm, 1994 Paradiso del Cevedale, Dokumentarfilm, 1993 1 Häufchen Blume 1 Häufchen Schuh, Filmportrait über F. Mayröcker, Co-Regie: Bodo Hell, 1989 Wenn die Schwalben ziehen, Drehbuch für einen Kinderfilm, 1988 Die Kunst ist gegen den Körper des Künstlers gerichtet, Filmportrait, Co-Regie: Ria Endres, 1987 Jedes Haar wirft seinen Schatten, TV-Film für den Hessischen Rundfunk, 1985 Da capo al fine, Kurzspielfilm, 1983 Kribus-Krabus-Domine, Kurzspielfilm, 1980
Weblinks Offizielle Homepage Homepage zum Film Das Schreiben und das Schweigen
dok.at, Carmen Tartarotti
Einzelnachweise
Kategorie:Dokumentarfilmer Kategorie:Person (Südtirol) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1950 Kategorie:Frau