Als Drusenpapille bezeichnet man eine Veränderung der Sehnervpapille (Papilla nervi optici) durch hyaline, grieskornähnliche, oft verkalkte Ablagerungen (Drusen) am Papillenrand. Bei der Augenspiegelung erscheint die Papille dadurch etwas verdickt und randunscharf.
Krankheitsentstehung Drusen der Papille entstehen durch Abklemmung von Sehnervenfasern durch eine zu enge Durchtrittsstelle in der Sclera. Außerdem können sie bei bestimmten Netzhautkrankheiten wie der Retinopathia pigmentosa vorkommen.
Abzugrenzen sind Drusen der Netzhaut, sie haben eine andere Ursache.
Klinische Erscheinungen Drusen der Papille haben meist keinen Krankheitswert. Gelegentlich können sie jedoch Nervenfaserschäden und Gesichtsfeldausfälle verursachen. Die zentrale Sehschärfe ist fast immer intakt.
Untersuchungsmethoden mini|Beidseitige Drusen der Papilla nervi optici in der Computertomographie Oberflächliche Drusen kann man bei der Augenspiegelung direkt erkennen, tiefsitzende sind mittels Sonografie oder Computertomographie nachweisbar.
Behandlung Es ist keine Behandlung möglich.
Literatur
Kategorie:Krankheitsbild in der Augenheilkunde