Jamison Robert „Jamie“ MacQueen (* 2. August 1988 in London, Ontario) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler, der im Verlauf seiner aktiven Karriere zwischen 2008 und 2022 unter anderem 264 Spiele für die Eisbären Berlin, Schwenninger Wild Wings und Iserlohn Roosters in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auf der Position des linken Flügelstürmers bestritten hat. Darüber hinaus absolvierte MacQueen über 160 weitere Partien für die Eispiraten Crimmitschau und Kassel Huskies in der DEL2.
Karriere MacQueen begann seine Karriere in den zweitklassigen Juniorenligen Western Ontario Hockey League (WOHL) und Ontario Provinicial Junior Hockey League (OPJHL) seiner Heimatprovinz Ontario, bevor er für die Saison 2008/09 zur Mannschaft der Bemidji State University in die US-amerikanische Collegeliga National Collegiate Athletic Association (NCAA) wechselte. Dort studierte er Betriebswirtschaftslehre und gehörte zur Eishockeymannschaft der Universität.
Nach seinem Abschluss 2012 wurde er von den Lake Erie Monsters aus der American Hockey League (AHL) noch für das Ende der Saison 2011/12 sowie die folgende Spielzeit verpflichtet. Innerhalb der Organisation der Colorado Avalanche, der die Lake Erie Monsters angehörten, wurde MacQueen in der Spielzeit 2012/13 auch an deren Kooperationspartner in der Central Hockey League (CHL), die Denver Cutthroats, weitergereicht. Avalanche prospects Jamie MacQueen, Ben Wilson assigned to Denver Cutthroats, SB Nation, 16. Oktober 2012, abgerufen am 22. Mai 2016 Sein erstes AHL-Tor für die Monster konnte er am 22. Dezember 2012 im Spiel gegen die Houston Aeros erzielen., Lake Erie Monsters, 22. Dezember 2012, abgerufen am 22. Mai 2016 Die Saison 2013/14 begann MacQueen bei den Utah Grizzlies in der ECHL, echl.com, 12. September 2013, abgerufen am 22. Mai 2016, für die er in den ersten beiden Ligaspielen gleich alle fünf Tore erzielte und damit zum ECHL-Spieler der Woche gewählt wurde., echl.com, 22. Oktober 2013, abgerufen am 22. Mai 2016 Daraufhin erhielt er von den Norfolk Admirals, dem zu diesem Zeitpunkt ebenfalls der Organisation der Anaheim Ducks zugehörigen AHL-Team, einen Probevertrag und wurde in 14 Spielen eingesetzt., Norfolk Admirals, 13. Oktober 2013, abgerufen am 22. Mai 2016 Im Verlauf der Saison erhielt MacQueen noch Probeverträge von den ebenfalls in der AHL spielenden St. John’s IceCaps, St. John's IceCaps, 14. März 2014, abgerufen am 28. Mai 2016 sowie Iowa Wild, so dass er insgesamt in dieser Spielzeit zu 30 AHL-Einsätzen kam.
Im Oktober 2014 nahm MacQueen erstmals das Angebot eines europäischen Vereins an und unterzeichnete einen Probevertrag bei den Eispiraten Crimmitschau aus der DEL2,, Hit-TV.eu, 8. Oktober 2014, abgerufen am 28. Mai 2016 der nach 14 Spielen bis zum Saisonende 2014/15 verlängert wurde. Eispiraten verlängern Verträge, eishockey.info, 2. Dezember 2014, abgerufen am 28. Mai 2016 Er absolvierte eine starke Saison bei den Eispiraten und kam in 48 DEL2-Einsätzen auf 33 Tore und insgesamt 72 Punkte. Damit war er der beste Torschütze seiner Mannschaft und belegte in dieser Statistik nach der Hauptrunde den fünften Rang in der Liga.DEL2 Topscorer, del2.de, abgerufen am 28. Mai 2016 MacQueen schlug das Angebot der Vertragsverlängerung in Crimmitschau aus und wechselte zur Spielzeit 2015/16 zum Ligakonkurrenten Kassel Huskies, mit denen er in dieser Saison die DEL2-Meisterschaft feierte. Als bester Hauptrundenscorer seiner Mannschaft, bester Hauptrundentorschütze der Liga zusammen mit Austin Smith von den Ravensburg Towerstars sowie Topscorer in den Playoffs hatte MacQueen einen wesentlichen Anteil an dieser Meisterschaft. DEL2-Topscorer, del-2.org, abgerufen am 28. Mai 2016
Nach zwei erfolgreichen Spielzeiten in der DEL2 wechselte MacQueen zur Saison 2016/17 in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) und unterschrieb einen Einjahresvertrag bei den Eisbären Berlin. Bereits in seiner ersten DEL-Spielzeit 2016/17 erwies er sich als verlässlicher 20-Punkte-Spieler. Diesen Schnitt konnte er in der folgenden Saison 2017/18 auf 35 Punkte erhöhen und war nach der Hauptrunde der Saison 2018/19 trotz einer sechswöchigen Verletzungsunterbrechung mit 21 Treffern sogar erfolgreichster Torjäger der Eisbären. EHC-Schock: Der Mac ist erst mal lange weg, Berliner Kurier, 18. Oktober 2018, abgerufen am 5. März 2019 Wegen seiner Werte in der Plus/Minus-Bilanz wurde ihm teilweise mangelndes Defensivverhalten vorgeworfen.Eisbär MacQueen steht vor Wechsel nach Köln, B.Z., 1. März 2019, abgerufen am 5. März 2019 Nach dem Ende des Spieljahres 2018/19 verließ er die Eisbären und wurde im April 2019 vom DEL-Konkurrenten Schwenninger Wild Wings verpflichtet. Am 19. November 2019 reagierten die Schwenninger Wild Wings auf die sportliche Lage unter anderem mit der sofortigen Suspendierung von MacQueen. Über die Gründe dieser Entscheidung wurde Stillschweigen vereinbart. Im Dezember 2019 wurde er bis Saisonende vom DEL-Konkurrenten Iserlohn Roosters verpflichtet, anschließend kehrte er zu den Wild Wings zurück. Im Sommer 2021 vermeldeten die Kassel Huskies seine abermalige Verpflichtung. Anfang April 2022 gab er seinen Rücktritt vom Leistungssport bekannt. Er kam während seiner Zeit in Deutschland auf insgesamt 264 DEL-Spiele sowie 163 DEL2-Spiele.
Erfolge und Auszeichnungen 2009 CHA-Meisterschaft mit der Bemidji State University 2010 CHA All-Academic Team 2011 WCHA All-Academic Team 2012 WCHA All-Academic Team 2016 DEL2-Meisterschaft mit den Kassel Huskies 2016 Bester Torschütze der DEL2-Hauptrunde (gemeinsam mit Austin Smith) 2016 Topscorer der DEL2-Playoffs 2016 Bester Torschütze der DEL2-Playoffs 2018 Deutscher Vizemeister mit den Eisbären Berlin
Karrierestatistik Reguläre Saison Playoffs Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM 2008/09 Bemidji State University NCAA 36 4 4 8 18 2009/10 Bemidji State University NCAA 37 8 9 17 31 2010/11 Bemidji State University NCAA 38 7 4 11 24 2011/12 Bemidji State University NCAA 36 5 6 11 33 2011/12 Lake Erie Monsters AHL 5 0 0 0 0 − − − − − 2012/13 Lake Erie Monsters AHL 27 3 2 5 12 − − − − − 2012/13 Denver Cutthroats CHL 33 7 8 15 14 5 1 2 3 6 2013/14 Utah Grizzlies ECHL 36 19 13 32 38 3 1 1 2 0 2013/14 Norfolk Admirals AHL 14 1 2 3 6 − − − − − 2013/14 St. John’s IceCaps AHL 5 0 1 1 2 − − − − − 2013/14 Iowa Wild AHL 11 3 4 7 4 − − − − − 2014/15 Eispiraten Crimmitschau DEL2 43 30 31 61 104 − − − − − 2015/16 Kassel Huskies DEL2 49 37 33 70 81 14 12 10 22 8 2016/17 Eisbären Berlin DEL 51 10 13 23 28 13 4 2 6 4 2017/18 Eisbären Berlin DEL 52 22 13 35 24 18 9 5 14 20 2018/19 Eisbären Berlin DEL 46 21 16 37 20 8 3 4 7 0 2019/20 Schwenninger Wild Wings DEL 17 11 8 19 8 − − − − − 2019/20 Iserlohn Roosters DEL 24 6 9 15 12 − − − − − 2020/21 Schwenninger Wild Wings DEL 35 8 11 19 20 − − − − − 2021/22 Kassel Huskies DEL2 45 22 32 54 27 7 2 5 7 0 NCAA gesamt 147 24 23 47 106 AHL gesamt 62 7 9 16 24 − − − − − DEL2 gesamt 137 89 96 185 212 26 17 24 41 37 DEL gesamt 225 78 70 148 112 39 16 11 27 24
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Einzelnachweise
Kategorie:Eishockeyspieler (Bemidji State Beavers) Kategorie:Eishockeyspieler (Lake Erie Monsters) Kategorie:Eishockeyspieler (Denver Cutthroats) Kategorie:Eishockeyspieler (Utah Grizzlies, ECHL) Kategorie:Eishockeyspieler (Norfolk Admirals, AHL) Kategorie:Eishockeyspieler (St. John’s IceCaps, 2011–2015) Kategorie:Eishockeyspieler (Iowa Wild) Kategorie:Eishockeyspieler (Eispiraten Crimmitschau) Kategorie:Eishockeyspieler (Kassel Huskies) Kategorie:Eishockeyspieler (Eisbären Berlin) Kategorie:Eishockeyspieler (Schwenninger Wild Wings) Kategorie:Eishockeyspieler (Iserlohn Roosters) Kategorie:Kanadier Kategorie:Geboren 1988 Kategorie:Mann