Stephan Benson (* 1964 in Essen) ist ein deutscher Schauspieler, Bühnenautor, Synchron-, Hörspiel- und Hörbuchsprecher.
Leben Stephan Benson ist der Sohn des Maschinenbauingenieurs Johannes Benson und der Schauspielerin und ambulanten Sprachheilpädagogin Erika Benson., abgerufen am 13. Februar 2016. Aufgewachsen in Coesfeld im Münsterland, machte er erste künstlerische Erfahrungen an der dortigen Freilichtbühne, einem Amateurtheater, ehe er 1983 seine Heimatstadt verließ,Coesfeld bedeutet Kindheit. In: SL Streiflichter vom 23. Juli 2014, abgerufen am 13. Februar 2016. um an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart zum Schauspieler ausgebildet zu werden., abgerufen am 13. Februar 2016 1986 debütierte Benson am Theater Ulm und spielte seitdem an wichtigen Bühnen wie dem Nationaltheater Mannheim, dem Schauspiel Frankfurt, dem Staatstheater Stuttgart, dem Schauspielhaus Zürich und dem Hamburger Thalia Theater. Seit Mitte der 1990er Jahre ist er freischaffend tätig und häufig auf Hamburger Bühnen zu sehen, wie den Hamburger Kammerspielen, dem Altonaer Theater, dem Ernst Deutsch TheaterWebsite von Stephan Benson, abgerufen am 13. Februar 2016. und dem St. Pauli Theater. Gelegentlich gastiert Benson auch am Berliner Theater am Kurfürstendamm, wo er zuletzt 2013 an der Seite von Judy Winter in Fred Breinersdorfers und Katja Röders Hommage an Hildegard Knef Hilde – Der Teufel und die Diva als Mephisto zu sehen war.
Stephan Benson arbeitet auch umfangreich vor der Kamera. Neben Gastrollen in zahlreichen Fernsehfilmen und Serien wie Notruf Hafenkante, Die Rosenheim-Cops, Großstadtrevier oder Der Alte, übernahm er durchgehende Rollen in den Serien Delta Team – Auftrag geheim! sowie Jenny & Co. und spielte in diversen Tatort-Folgen.
Benson ist außerdem ein vielbeschäftigter Synchronsprecher. Bekannte Kollegen, denen er seine Stimme lieh, waren bislang Daniel Craig in Sylvia, David Morrissey in Sinn und Sinnlichkeit und The Hollow Crown, Kenneth Branagh in Shackleton oder wiederholt auch der dänische Schauspieler Ulrich Thomsen.
Neben seiner Mitwirkung in Hörspielproduktionen verschiedener deutscher Sendeanstalten und kommerziellen Hörspielen ist Benson auch an einer großen Zahl von Hörbuchproduktionen beteiligt. Zu diesen gehören Massum Faryars Buskaschi oder Der Teppich meiner Mutter, Marconipark von Åke Edwardson, Die Corleones von Edward Falco oder Die Wohlgesinnten von Jonathan Littell.
Ferner ist Stephan Benson als Autor tätig. Von ihm stammen mehrere Bearbeitungen bekannter deutscher Märchen, die er für die Freilichtbühne Coesfeld schrieb, Hörspiele nach Texten von Herman Melville und Erich Maria Remarque oder die Jukebox-Musicals Beatles for Sale und Falling in Love, die 2012, beziehungsweise 2015 am Theater Kanton Zürich ihre Uraufführung erlebten.Website des Theaters Kanton Zürich, abgerufen am 13. Februar 2016. Gleichfalls 2015 hatte als Koproduktion des Opernhauses Zürich und des Theaters Kanton Zürich Mozarts Oper Der Schauspieldirektor Premiere, zu der Stephan Benson den neuen Text verfasste. Im Herbst 2017 hatte Abendwind (nach Offenbach / Nestroy mit einem neuen Libretto von Stephan Benson) – wieder eine Koproduktion des Opernhauses Zürich und des Theaters Kanton Zürich – Premiere.
Stephan Benson lebt in Hamburg.
Filmografie (Auswahl)
Hörspiele 1985: E. T. A. Hoffmanns Goldener Topf – Autor und Regie: Heinz von Cramer 1986: Früh übt sich… – Autor: Thomas Andresen – Regie: Werner Klein 1989: Wie Hans von der Kutsche kam – Autorin: Petrina Stein – Regie: Sigurd König 1990: Frieder’s Odyssee – Autor: Ralf Kröner – Regie: Hans-Peter Bögel 1991: Ich will fortgehen – Autor: Johannes Bobrowski – Regie: Raoul Wolfgang Schnell 1998: Anne Sexton – „Ich bin wie ein lebender Stein…“ – Autorin Anne Sexton – Regie: Wolfgang Stockmann 2005: Die Liebenden – Autor: Gerhard Henschel – Regie: Wolfgang Stockmann 2007: Der Zauberlehrling – Autor: Frank-Lorenz Engel – Regie: Rainer Gussek 2007: Ein Hund fürs Leben – Autorin: Laura S. Matthews – Regie: Hans Helge Ott 2013: Drei ??? und der verschollene Pilot (als Finch Hunterman).
Synchronrollen (Auswahl)
Filme 2003: Ulrich Thomsen als Christoffer in Das Erbe 2007: Andy Lau als Zhao Erhu in The Warlords 2008: David Morrissey als Colonel Brandon in Sinn und Sinnlichkeit 2009: John Burke als D.A. Farinio in Bloody Serial Killer 2014: John Boylan als Mr. Johnson in Before You Say ‘I Do’ 2015: Nick Chinlund als Sheriff Jasper Calloway in Close Range
Serien 2000–2008: John Ventimiglia als Artie Bucco in Die Sopranos 2009–2012: Alex Jennings als Commander Anderson in Whitechapel 2009–2016: Jens Hultén als Seth Rydell in GSI – Spezialeinheit Göteborg 2012: Vincent Regan als 909 in The Prisoner – Der Gefangene 2014: Elias Koteas als James Skinner in The Killing 2014: Billy Bob Thornton als Lorne Malvo in Fargo seit 2014: Thibault de Montalembert als Olivier Pujol in The Tunnel – Mord kennt keine Grenzen 2017: Paul Reiser als Dr. Sam Owens in Stranger Things
Off-Sprecher (Auswahl) 2010–2014: Gesetzeshüter auf Patrouille – Wildes Kalifornien seit 2017: 112: Feuerwehr im Einsatz 2018: Re: Englands Streit um Eichhörnchen – Verdrängen die Grauen die Roten?
Auszeichnungen 2020 Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares gemeinsam mit Christian Nickel für ihre Darstellung als ungleiches Brüderpaar in Bruder Norman im Theater Polittbüro in Hamburg-St. Georg
Weblinks
Stephan Benson Verzeichnisse der Hörspiele bei hoerspielland.de Stephan Benson Website
Einzelnachweise
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