mini|Kōhei Oguri 2015 Kōhei Oguri (, Oguri Kōhei; * 29. Oktober 1945 in Maebashi, Präfektur Gunma) ist ein japanischer Filmregisseur.

Leben Oguri absolvierte ein Theaterstudium am Literaturinstitut der Waseda-UniversitätBiofilmographie. arsenal-berlin.de und arbeitete anschließend als freier Regieassistent unter anderem für Masahiro Shinoda (Shinjū: Ten no Amijima, 1969; Himiko, 1974) und Nobuhiko Ōbayashi (Hausu, 1977). Sein Debüt als Regisseur gab Oguri 1981 mit Schwarz-Weiß-Film Schmutziger Fluß. In dem 1956 am Aji-gawa in Osaka spielenden Filmdrama nach einem Roman von Teru Miyamoto geht es um die Freundschaft zweier Jungen aus unterschiedlichen Milieus. Der Film gilt als „Beginn des neuen, unabhängigen japanischen Kinos der 80er Jahre“ und wurde 1982 für einen Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film nominiert. Oguris nächster Film war 1984 Für Dich, Kayako. Das Liebesdrama nach einer Vorlage von Hwe-Song Lee setzte sich mit den zum Teil bereits in zweiter Generation in Japan lebenden Koreanern auseinander.

Oguri gilt als Regisseur, der sich ähnlich Stanley Kubrick viel Zeit für neue Filme lässt.Kohei Oguri. Interview. midnighteye.com, 22. November 2005. Erst sechs Jahre nach Für Dich, Kayako veröffentlichte Oguri seinen neuen Film Stachel des Todes. Der Film über eine Ehekrise entstand nach einer Vorlage von Toshio Shimao und wurde auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 1990 mit dem Großen Preis der Jury und dem FIPRESCI-Preis ausgezeichnet. In Der schlafende Mann, für den er erstmals auch das Drehbuch verfasst hatte,Kohei Oguri. auf trigon-film.org setzte Oguri 1996 einen Komapatienten in den Mittelpunkt seines Films, während Umoregi – The Buried Forest verschiedene Erzählungen miteinander kombiniert und ohne eigentliche Handlung das visuelle Erlebnis in den Vordergrund rückt. Zehn Jahre nach Umoregi – The Buried Forest brachte Oguri mit Foujita erstmals eine Filmbiografie heraus. Die Rolle des exzentrischen Malers Tsuguharu Foujita übernahm dabei der „Johnny Depp Japans“, Joe Odagiri.Mark Schilling: Kohei Oguri’s „Foujita“ struggles to win over foreign audiences. japantimes.co.jp, 18. November 2015.

Filmografie 1981: Schmutziger Fluß (, Doro no kawa) 1984: Für Dich, Kayako (, Kayako no tame ni) 1990: Stachel des Todes (, Shi no toge) 1996: Der schlafende Mann (, Nemuru otoko) 2005: Umoregi – The Buried Forest (, Umoregi) 2015: Foujita

Auszeichnungen (Auswahl) 1981: Nominierung Goldener Preis, Internationales Filmfestival Moskau, für Schmutziger Fluß 1982: Japanese Academy Award, Beste Regie, für Schmutziger Fluß 1982: Blue Ribbon Award, Bester Film, für Schmutziger Fluß 1982: Bester Film und Beste Regie, Mainichi Eiga Concours, für Schmutziger Fluß 1982: Bester Film und Beste Regie, Kinema-Jumpō-Preis, für Schmutziger Fluß 1990: FIPRESCI-Preis und Großer Preis der Jury, Internationale Filmfestspiele von Cannes 1990, für Stachel des Todes 1990: Nominierung Goldene Palme, Internationale Filmfestspiele von Cannes 1990, für Stachel des Todes 1991: Nominierung Japanese Academy Award, Bestes Drehbuch, für Stachel des Todes 1996: Großer Spezialpreis der Jury, Montreal World Film Festival, für Der schlafende Mann 1996: Mainichi-Kunstpreis für Der schlafende Mann 1997: Japanese Academy Award, Beste Regie, für Der schlafende Mann 2015: Nominierung Tokyo Grand Prix, Tokyo International Film Festival, für Foujita

Literatur S. Noma (Hrsg.): Oguri Kōhei. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1131.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren 1945 Kategorie:Mann