mini|Plan der Burg Akashi1 = Hitsujisaru, 2 = Tatsumi Die Burg Akashi (, Akashi-jō) befindet sich in der Stadt Akashi, Präfektur Hyōgo. In der Edo-Zeit residierte dort zuletzt eine Zweigfamilie der Echizen-Matsudaira, die zu den Tokugawa-nahen Familien, den Go-kamon (), gehörte. Dieser Zweig in Akashi mit einem Einkommen von 60.000 Koku gehörte zu den mittelgroßen Daimyō.
Burgherren Ab 1617 ein Zweig der Ogasawara mit einem Einkommen von 100.000 Koku. Ab 1632 ein Zweig der Toda-Matsudaira mit 70.000 Koku. Ab 1639 ein Zweig der Ōkubo mit 70.000 Koku. Ab 1649 ein Zweig der Fujii-Matsudaira mit 70.000 Koku. Ab 1679 ein Zweig der Honda mit 60.000 Koku. Ab 1682 ein Zweig der Echizen-Matsudaira mit 60.000 Koku.
Die Anlage Im Jahr 1618 veranlasste Shōgun Tokugawa Hidetada eine Neuordnung der Han (Lehen) in Westjapan. Dabei kam die Burg Funage (, Funage-jō) unter die Herrschaft von Ogasawara Tadazane (, auch Tadamasa () genannt; 1596–1667). Ab dem folgenden Jahr baute Tadazane etwa 1 km nordöstlich auf einem Hügel in aller Schnelle eine Burg, die noch im selben Jahr im Großen und Ganzen fertig wurde. Dies geschah wegen des Shogunats-Befehls „Nur eine Burg pro Provinz“ (, Ikkoku ichijō-rei) unter Verwendung von Baumaterials aus den Burgen Funage, Miki, Takasago und anderen Burgen. Von dieser Burg aus konnte man die Daimyō in den westlichen Provinzen kontrollieren. Gleichzeitig diente die Burg auch der Burg Himeji als Flankenschutz.
Die Burg wurde auf einer Anhöhe über der Inlandsee angelegt, auf der sie sich in Ostwest-Richtung erstreckt. Vom Westen folgen aufeinander Inari-kuruwa (), der zentrale Bereich, das Hommaru (), Ni-no-maru () und das Higashi-no-maru (). Südlich davon befindet sich das San-no-maru (三ノ丸). Weitere Vorburgen schützten im Osten und Westen das Zentrum, auch im Norden wurde auf der Anhöhe ein Graben gezogen. Im Hommaru war ein Burgturm (Tenshu) geplant, aber mehr als die steinerne Basis ist davon nicht realisiert worden.
Erhalten geblieben sind die Hitsujisaru- und Tatsumi-Wachtürme (Yagura), das Mauerwerk vom Hommaru, Ni-no-maru und San-no-maru sowie die Erdwälle vom San-no-maru. Heute ist der Burggebiet öffentlicher Park unter der Bezeichnung Akashi kōen ().
Bilder
Anmerkungen
Literatur Kato, Masafumi: Akashi-jo. In: Masayuki Miura (Hrsg.): Shiro to jinya. Saikoku-hen. Gakken, 2006, ISBN 4-05-604379-5. Miyaji, Saichiro (Hrsg.): Bakumatsu shoshu saigo-no hanchu-tachi. Saikoku-hen. Jinbunsha, 1997, ISBN 4-7959-1905-4.
Weblinks
Burg Akashi im Projekt "Kultur-in-Asien": Beschreibung und Grundrisse - Teil 2, Photos - Teil 3, mehr Photos
Akashi Kategorie:Bauwerk in der Präfektur Hyōgo Kategorie:Rekonstruiertes Bauwerk in Japan Kategorie:Erbaut in den 1610er Jahren Akashi Kategorie:Akashi