Max Dora (* 25. März 1921 in Basel; † 5. Februar 1995 in Aubonne) war ein Schweizer Filmfirmenmanager, Filmproduzent und -produktionsleiter.
Leben Dora war nach seiner Ausübung des Wehrdienstes 1944 zu der Peka-Film/Turicop AG Zürich gestossen, wo er als Buchhalter in deren Labors die Branche von der Pike auf kennenlernte. 1945 übergab man ihm das Management der Bellerive-Ateliers und der Peka-Film-Tonstudios. 1947 wechselte Max Dora zur Schweizer Verleihfirma Gloriafilm AG, deren Geschicke er als Manager bzw. Verwalter fortan massgeblich bestimmen sollte. Von 1959 bis 1964 gehörte Dora dem Direktorium der Praesens-Gloria an, von 1965 bis 1972 wirkte er als Produktionsleiter der Standard Film AG und der CEFI-Film AG.
Anschliessend, ab 1975, zeichnete der Basler für die Schweizer Filmwochenschau verantwortlich. Es folgten Verpflichtungen bei der Elite-Film, dem schweizerischen Armeefilmdienst und bei der Condor-Film AG. Dora hat auch für das Schweizer Fernsehen produziert und war überdies von 1963 bis 1972 Mitglied der Eidgenössischen Filmkommission und des Verwaltungsrates der Cinémathèque Suisse. In seiner Zeit als aktiver Filmproduzent bzw. -produktionsleiter arbeitete Max Dora mehrfach mit den Kollegen Oscar Düby und Lazar Wechsler zusammen; in den 1970er Jahren kehrte er an der Seite von Erwin C. Dietrich vorübergehend zur aktiven Filmerstellung zurück.
Kinofilme (komplett) als Filmproduzent oder Produktionsleiter 1949: Mittenand gaht besser 1952: Palast Hotel (Palace Hotel) 1953: Zwiespalt des Herzens (Die Venus vom Tivoli) 1954: Uli der Knecht 1954: Heidi und Peter 1955: Polizischt Wäckerli 1956: In allen Gassen wohnt das Glück (Oberstadtgass) 1957: Spalebärg 77 A 1957: Konditorei Zürrer (Bäckerei Zürrer) 1958: Es geschah am hellichten Tag 1958: Eine Freundin in der grossen Welt 1958: Ein wunderbarer Sommer (Kinder der Berge) 1959: Café Odeon 1959: Hinter den sieben Gleisen 1960: Der Teufel hat gut lachen 1961: Die Ehe des Herrn Mississippi 1961: Die Schatten werden länger 1962: Es Dach überem Chopf 1962: Schneewittchen und die sieben Gaukler 1962: Der 42. Himmel 1962: Der Sittlichkeitsverbrecher 1963: Im Parterre links 1976: Jack the Ripper – Der Dirnenmörder von London 1976: Liebesbriefe einer portugiesischen Nonne 1977: Violanta
Literatur Hervé Dumont: Die Geschichte des Schweizer Films. Spielfilme 1896–1965. Lausanne 1987, S. 441.
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