Alterthum & Zadek war ein Berliner Architekturbüro des 19. und 20. Jahrhunderts. Die beiden Besitzer, Max Alterthum (1856 – 1926) und Simon Zadek, hatten sich erfolgreich um Aufträge für das boomende Berlin bemüht. Zahlreiche aus ihrer Feder stammende und unter ihrer Bauleitung verwirklichte Projekte sind erhalten und stehen unter Denkmalschutz.

Kurze Geschichte Die Architekten Alterthum und Zadek traten sowohl einzeln als Baumeister auf oder auch mit anderen Partnern, ab 1888 meist als gemeinsame Firma Alterthum & Zadek OHG, dessen Sitz sich in der Potsdamer Straße 134b befand.Gesellschaftsregister Nr. 11064, Eintrag im Berliner Handelsregister am 9. Juli 1888 Die im November 1908 gemeinsam mit dem Kaufmann Isidor Peglau gegründete Alterthum & Zadek GmbH, Atelier für Architektur und Bauausführung befand sich in der Stadt Charlottenburg in der Fasanenstraße 13. Um das Jahr 1910 hatten Alterthum und Zadek es zur Taubenstraße in Berlin-Mitte verlegt. Sie waren damit näher an ihren Projekten. In die Fasanenstraße zog zur gleichen Zeit der zuvor bei ihnen angestellt gewesene Baumeister Gustav Gebhardt und führte das Büro unter seinem Namen weiter. Die beiden Architekten schieden 1912 bei der Alterthum & Zadek GmbH aus und der alleinige Geschäftsführer Isidor Peglau leitete 1913 die Liquidation der Firma ein.HRB 5859, Einträge im Berliner Handelsregister am 29. Januar 1912 und 18. September 1913 Die danach noch bestehende Firma Alterthum & Zadek wurde 1926 im Handelsregister gelöscht.HRA Nr. 10227, Eintrag im Berliner Handelsregister am 3. September 1926 mini|321x321px|Grabstelle von Max Alterthum auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee Der Architekt Simon Zadek darf nicht mit dem Berliner Baumeister S. Zadek (= Salo Zadek) verwechselt werden.

Der Baumeister Max Alterthum starb am 8. November 1926 in Berlin-WilmersdorfSterberegister Standesamt Berlin-Wilmersdorf, Nr. 1018 und wurde auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee beigesetzt (Feld C 6).

mini|hochkant|„Haus zur Berolina“, Hausvogteiplatz 12 miniatur|Werksanlage der Ostdeutschen Spritfabrik, Provinzstraße 40–44

Bauten (Auswahl) – chronologisch geordnet – 1877–1886: Bauten der Aktien-Brauerei-Gesellschaft Friedrichshöhe in Berlin-Friedrichshain, Landsberger Allee 54 (erhaltene Bauteile unter Denkmalschutz) in der Denkmaldatenbank des Landesdenkmalamts Berlin 1885–1906: verschiedene Bauten der Brauerei Königstadt AG in Berlin-Prenzlauer Berg, Saarbrücker Straße 18–24 / Schönhauser Allee 12 / Straßburger Straße (unter Denkmalschutz) in der Denkmaldatenbank des Landesdenkmalamts Berlin 1892–1893: Geschäftshaus Hausvogteiplatz 3–4 in Berlin, Friedrichswerder (Planung von Gebhardt und Hermann August Krause, Ausführung durch Baugeschäft Alterthum & Zadek)Wegen seiner Lage und aufgrund des Fassadenschmucks heißt das vierstöckige Gebäude auch Haus am Bullenwinkel.Botschaft der Republik Slowenien. architektur-bildarchiv.de; abgerufen am 2. November 2015. Das Gebäude wird im 21. Jahrhundert von der Republik Slowenien als Botschaft genutzt. 1895: Büro- und Geschäftshaus Haus zur Berolina mit anschließenden Gewerbehöfen in Berlin, Friedrichswerder, Hausvogteiplatz 12 und Jerusalemer Straße 12 (unter Denkmalschutz) in der Denkmaldatenbank des Landesdenkmalamts Berlin 1899–1900: Fabrikanlage für die Ostdeutsche Spritfabrik GmbH in (Berlin-)Reinickendorf, Provinzstraße 40–44a (unter Denkmalschutz) in der Denkmaldatenbank des Landesdenkmalamts Berlin vor 1909: Geschäftshaus Brüderstraße 6 in Berlin-Mitte (plastischer Fassadenschmuck von Bildhauer Georg RochBerliner Architekturwelt, 11. Jahrgang 1908/1909, Heft 7 (Oktober 1908), S. 254 (Abbildung der Fassade), S. 255 (Abbildung Fassadendetail), S. 257 (Grundriss).) (am Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Deutsche Geschichte (20. Jahrhundert) Kategorie:Architekturbüro (Berlin) Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Berlin) Kategorie:Unternehmensgründung 1888 Kategorie:Aufgelöst 1926