Dég ist eine ungarische Gemeinde im Kreis Enying im Komitat Fejér.

Überblick Dég liegt in der Region Mitteltransdanubien, etwa halbwegs zwischen Siófok und Dunaújváros, an der Hauptstraße 64 zwischen dem Südostufer des Balaton an der Autobahn M7 bzw. der Hauptstraße 7 zwischen Budapest und der Grenze zu Slowenien/Kroatien und Simontornya an der „Querverbindung“, der Hauptstraße 61 zwischen Nagykanizsa und Dunaföldvár. Der Ort hat 2.077 Einwohner (Stand 2021).Dég bei Magyarország helységnévtára (ungarisch)

Der Ortsname stammt aus der deutschen Bezeichnung Deeg oder Degu. Eine intensivere Besiedlung fand aber erst im 18. Jahrhundert statt, insbesondere mit der Errichtung des Schloss Festetics nach den Plänen von Mihály Pollack. Das 1810 bis 1815 erbaute neoklassizistische Herrenhaus liegt in einem 300 ha großen, unter Naturschutz stehenden englischen Park. Zwischen jahrhundertealten Steineichen liegt an einem Seerosenteich das Holländerhaus. Bis 1944 war es Sitz der Adelsfamilie Festetics. Das in öffentlicher Hand befindliche Anwesen wurde 2008 renoviert und ist zugänglich. auf zauberhaftes-ungarn.de, abgerufen am 10. Februar 2016 (ungarisch), Balaton Zeitung, 18. Februar 2015, abgerufen am 10. Februar 2016

1820 wurde eine katholische Kirche errichtet, ebenfalls nach Plänen von Mihály Pollack. Im 19. Jahrhundert gab es die Titularabtei der heiligen Jungfrau Maria in Dég unter Abt Jacob Mislin.

Persönlichkeiten Sándor Festetics (1882–1956), Politiker, Minister für Verteidigung, Grundbesitzer Pál Kovács (1808–1886), Arzt, Schriftsteller, Dramatiker, Journalist, Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften Ékes Lajos Körmendy (1876–1951), Schriftsteller, Politiker

Weblinks

Webpräsenz der Gemeinde Dég

Einzelnachweise