Uwe Stickert (* 3. Oktober 1974 in Sonneberg) ist ein deutscher Opern- und Konzertsänger (lyrischer Tenor).

Leben Uwe Stickert absolvierte ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar bei Mario Hoff und schloss es mit Auszeichnung ab. Stationen seiner Opernlaufbahn waren u. a. die Komische Oper Berlin, das Aalto-Theater Essen, die Städtischen Bühnen Heidelberg, das Nationaltheater Weimar und das Nationaltheater Mannheim.

Stickert hat sich zunehmend auch auf das französische Opernfach spezialisiert. 2014 war er Raoul in Les Huguenots.Heute hätte er längst seinen Oscar. In: Die Welt vom 15. Oktober 2014, abgerufen am 3. Mai 2016. Die Zeitschrift Opernwelt erwähnte ihn im Jahrbuch 2014 unter „Wichtige Sänger der Saison“.Opernwelt. Jahrbuch 2014, S. 106 (). 2015 sang er den Faust in La damnation de Faust. An der Opéra de Nice gab er 2016 sein Debüt als Raoul In: La Marseillaise vom 5. April 2016 (französisch), abgerufen am 3. Mai 2016. und in Nürnberg den Leopold in La Juive.Robert Braunmüller: „La Juive“ von Fromental Halévy – eine bedrückende Wiederentdeckung. In: Münchner Abendzeitung vom 18. Januar 2016, abgerufen am 3. Mai 2016. 2017 folgte Gounods Faust in Bern.Tobias Gerber: . In: Neue Zürcher Zeitung, 1. Februar 2017 2018 sang Uwe Stickert den Desportes in den Soldaten von Bernd Alois Zimmermann am Teatro Real in MadridDie Soldaten de Zimmermann en el Teatro Real. Violencia contemporánea. In: Operaworld vom 30. Mai 2018, abgerufen am 8. Oktober 2018 (spanisch). und an der Oper Nürnberg. Außerdem sang er erstmals den Henri in Les vêpres siciliennes von Giuseppe Verdi.Ausuferndes Fest. In: Bayerische Staatszeitung vom 26. Januar 2018, abgerufen am 8. Oktober 2018. 2019 sang er Fierrabras von Franz Schubert und den Dichter in Reigen von Philippe Boesmans am Theater Bern. 2020 folgte erstmals Florestan in Fidelio am Staatstheater Cottbus und Lohengrin am Theater Erfurt. 2021 sang er Peter Grimes an der Oper Avignon, 2022 Król Roger in Cottbus sowie Hoffmanns Erzählungen am Theater Würzburg. Im Jahr 2023 gab er sein Debüt als Alwa in Lulu am Staatstheater Darmstadt.

Diskografie Anna-Amalia von Sachsen-Weimar: Erwin und Elmire. Mit Johannes Kaleschke, Eleonore Marguerre, Heike Porstein, Uwe Stickert, Dominique Horwitz (Sprecher), Thüringisches Kammerorchester Weimar; Dirigent: Martin Hoff. Deutsche Schallplatten, 2007 Jon Pescevich: Lied Wie ein Bogenstrich auf dem Album At the Edge of Night. Piano: Andreas Korn, Violine: Gernot Süßmuth. Centaur, 2017 Paul Dessau: Lanzelot. Mit Emily Hindrichs (Elsa), Máté Sólyom-Nagy (Lanzelot), Oleksandr Pushniak (Drache), Juri Batukov (Charlemagne), Wolfgang Schwaninger (Bürgermeister), Uwe Stickert (Heinrich), Daniela Gerstenmeyer (Kater), Andreas Koch (Medizinmann) Staatskapelle Weimar; Dirigent: Dominik Beykirch. Audite, 2023.

Privates Stickert lebt zusammen mit seiner Frau Eleonore Marguerre, ebenfalls eine Opernsängerin und ihren beiden Kindern in Weimar.

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