mini|hochkant=1.66|Satellitenbild der Region München, mit Kreisgrenzen Der Münchner Grüngürtel bezeichnet die nicht bebauten Freiräume am Stadtrand von München sowie im Übergangsbereich zu den Nachbargemeinden. Der Münchner Grüngürtel umfasst etwa 335 Quadratkilometer Fläche.
Geschichte Im Jahr 1989 startete das Projekt des Münchner Grüngürtels zunächst, um die stadtnahe Lebensmittelproduktion zu stärken. Knapp 10 Jahre später definierte die Stadt München den Grüngürtel im Stadtentwicklungskonzept „Perspektive München“ als Handlungsraum. 2015 folgten Handlungsempfehlungen zur Stärkung des Münchner Grüngürtels in einem Gutachten für die langfristige Freiraumentwicklung („Freiraum München 2030“). In diesem Zusammenhang entstanden auch die Charakterisierung der vielfältigen Landschaftsräume und ein Wegekonzept.
Grünflächen Traditionell sind die Flächen um München überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Es gibt derzeit rund 100 landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe im Stadtgebiet sowie mehrere Krautgärten und Beerencafés zum Selbsternten.Landwirtschaft im Münchner Grüngürtel Referat für Stadtplanung und Bauordnung auf muenchen.de, abgerufen am 10. Juni 2020Münchner Krautgärten Referat für Stadtplanung und Bauordnung auf muenchen.de, abgerufen am 10. Juni 2020Gemüse aus dem Krautgarten – Freie Parzellen im Grünen Artikel der Abendzeitung vom 3. April 2015
Es finden sich jedoch auch wertvolle, noch erhaltene Teile der ursprünglichen Landschaft auf dem Gebiet der Münchner Schotterebene: die Wälder im Norden (Hartelholz, Schwarzhölzl), Westen (Angerlohe, Allacher Forst, Aubinger Lohe, Forst Kasten, Kapuzinerhölzl) und Süden (Forstenrieder Park, Grünwalder Forst, Perlacher Forst), die teilweise renaturierte Isar mit ihren Kiesbänken und Auebereichen, die weiten, blütenreichen Heidegebiete (Fröttmaninger Heide, Langwieder Heide, Panzerwiese, Landschaftspark Hachinger Tal, Feldmochinger Anger, Trockenbiotop Kies-Trasse) im Norden und Südosten sowie die Mooslandschaften im Westen (Aubinger Moos) und Norden (Dachauer Moos, Ludwigsfelder Moos, Erdinger Moos, Johanneskirchener Moos).Münchner Grüngürtel Bereich Grünplanung auf muenchen.de, abgerufen am 7. Februar 2016 Auch im Stadtgebiet gibt es vereinzelt Biotopflächen (Hirschau mit Oberer Isarau, Nordmünchner Kanalsystem, Amphibienbiotop Fasanerie, Amphibienbiotop südlich des Skabiosenplatzes, Biotop am Ackermannbogen, Flaucher, Virginia-Depot, Grünfläche an der Schittgablerstraße, Bahnhof München Olympiastadion; siehe auch: Grünanlagen in München). 2001 beschloss die Stadt München, ein Ökokonto zu errichten und weitere Flächen zu renaturieren.Biotopentwicklungsflächen Bereich Grünplanung auf muenchen.de, abgerufen am 7. Februar 2016
In der Allacher Lohe ist einer der drei in Bayern verbliebenen Standorte des Holzapfels (Malus sylvestris). Weltweit einzigartig im Vorkommen sind in München die Bayerische Zwergdeckelschnecke (Sadleriana bavarica), der Münchner Goldhahnenfuß (Ranunculus monacensis und Ranunculus constans) und die Münchner Primel (Primula auricula var. monacensis).
Die Stadtklimaanalyse der Landeshauptstadt München identifizierte im Grüngürtel Flächen von mittlerer bis sehr hoher bioklimatischer Bedeutung, abhängig von der Nähe zu dichter bebauten Siedlungsgebieten.
Naherholung Der Münchner Grüngürtel ist für die Bürger der Region ein überaus beliebter Naherholungsraum. Ein Großteil der Münchner (81 %) besucht mehrmals im Jahr den Grüngürtel (Stand Oktober 2021). Für überörtliche Erholungsflächen im Raum München bemüht sich auch der Erholungsflächenverein.
Flora
Fauna
Weblinks Potentiale des Münchner Grüngürtels für die klimaresilente Stadtentwicklung Landschaftsbezogenes Wegekonzept für den Münchner Grüngürtel
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (München) Kategorie:Urbaner Freiraum in München Kategorie:Umwelt- und Naturschutz (München)