mini|Gustaf Rydberg, Foto um 1925 Gustaf Fredrik Rydberg (* 13. September 1835 in Malmö; † 11. Oktober 1933 ebenda) war ein schwedischer Landschaftsmaler der Düsseldorfer Schule.
Leben Rydberg wurde als Sohn des Postmeisters Gustaf Isak Rydberg und seiner Frau Elise Charlotte Zickerman geboren. In seinem Geburtsort Malmö ging er vier Jahre auf die Lateinschule. Von 1852 bis 1855 besuchte Rydberg die Königlich Dänische Kunstakademie in Kopenhagen. Dort war er ein Schüler des Landschaftsmalers Frederik Christian Jakobsen Kiærskou (1805–1891). Außerdem besuchte er von 1857 bis 1859 die Königliche Kunstakademie Stockholm unter Johan Edvard Bergh. Wie viele andere schwedische Maler seiner Zeit ging er 1859 auf die Kunstakademie Düsseldorf, wo er bis 1862 ein Schüler von Hans Fredrik Gude war und im Schuljahr 1862/1863 von Oswald Achenbach unterrichtet wurde.Rudolf Theilmann: Die Schülerlisten der Landschafterklassen von Schirmer bis Dücker. In: Wend von Kalnein: Die Düsseldorfer Malerschule. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1979, ISBN 3-8053-0409-9, S. 146 f.Bettina Baumgärtel, Sabine Schroyen, Lydia Immerheiser, Sabine Teichgröb: Verzeichnis der ausländischen Künstler und Künstlerinnen. Nationalität, Aufenthalt und Studium in Düsseldorf. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9, Band 1, S. 439 Nach dem Studium blieb Rydberg eine Zeit in Düsseldorf. Allerdings reiste er sommers nach Schonen, seine Heimat in Südschweden, um Landschaften zu malen. 1864 siedelte er sich in Stockholm an. 1868 begleitete er Karl XV. von Schweden und Norwegen auf einer Reise nach Norwegen. Im Folgejahr finanzierte ihm der König eine weitere Reise dorthin. 1870 hielt er sich erneut in Düsseldorf auf. Um 1885 zog er nach Torsebro, einem Ort bei Kristianstad. Am 14. März 1887 heiratete er in Kristianstad Ebba Josephina Borgström (1839–1905). Befreundet war Rydberg mit dem Maler Alfred Wahlberg, den er in Düsseldorf kennengelernt hatte, dem Maler Reinhold Norstedt und dem Kunsthistoriker Axel Gauffin (1877–1964). 1920 organisierte die Kunstakademie Stockholm eine Jubiläumsausstellung mit rund 260 seiner Werke. Rydbergs Grabstätte befindet sich auf dem Alten Friedhof von Malmö.Gustaf Frederik Rydberg. Webseite im Portal gravsted.dk; abgerufen am 7. Januar 2016
Werke (Auswahl) mini|Vinterlandskap med hästfora, 1868 mini|Pilvall och kålfält, motiv från Viby, 1904 mini|Möllan' på slätten, 1904 Rydberg war einer der ersten Freilichtmaler Schwedens. In spätromantischer Auffassung malte er lyrische Landschaften, oft Bauernhöfe, Mühlen und Seen in detailliert angelegten Kompositionen mit tiefliegenden Horizonten. Rydbergs Werke sind unter anderem im Malmö Museum und im Schwedischen Nationalmuseum zu sehen.
Motiv från Wermland, 1865 Vinterlandskap med hästfora, 1868 Från Ramlösa med Hälsingborg i bakgrunden, 1893 Sommardag, Arilds läge, 1894 Bondgård i Falsterbo med blommande äng, 1900 Pilvall och kålfält, motiv från Viby, 1904 Möllan' på slätten, 1904 Nätutläggning på Ringsjön, 1914
Literatur Rydberg, Gustaf Fredrik. In: Hermann Alexander Müller: Biographisches Künstler-Lexikon. Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig 1882, S. 455
Helge Kjellin: Gustaf Rydberg: Skånes målare. Sveriges allmänna konstförenings publikation, 99-0481499-6, S. 34 Alfred B. Nilson: Skånes målare. Gustaf Rydberg 75 år. In: Idun. Jahrgang 1910, Nr. 37, ub.gu.se (PDF; 14 MB)
Weblinks
Jane Rothlind: Gustaf F Rydberg. In: Svenskt biografiskt lexikon, Band 31 (2000–2002), S. 25, Webseite im Portal sok.riksarkivet.se Gustaf Rydberg. Kurzbiografie im Portal idstories.se (schwedisch) Gustaf Rydberg. Auktionsresultate im Portal artnet.com
Einzelnachweise
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