Christoph Schönberger (* 1966 in Saarlouis) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler. Er ist seit 2020 Professor für Staatsrecht, Staatsphilosophie und Recht der Politik an der Universität zu Köln, wo er das Seminar für Staatsphilosophie und Rechtspolitik leitet. Zuvor lehrte er von 2006 bis 2020 an der Universität Konstanz.
Leben Nach dem Abitur absolvierte Schönberger seinen Wehrdienst. Anschließend studierte er von 1987 bis 1992 Rechtswissenschaft und Philosophie an der Universität Bonn. Von 1993 bis 1999 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Öffentliches Recht (Bernhard Schlink) der Humboldt-Universität zu Berlin. Dort wurde er 1996 mit der Arbeit Das Parlament im Anstaltsstaat. Zur Theorie parlamentarischer Repräsentation in der Staatsrechtslehre des Kaiserreichs (1871–1918) promoviert. Von 1999 bis 2001 war Schönberger als Rechtsanwalt tätig, von 2001 bis 2005 als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Öffentliches Recht (Rainer Wahl) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Dort habilitierte er sich 2005 mit der Arbeit Unionsbürger. Europas föderales Bürgerrecht in vergleichender Sicht.
Schönberger hatte ab 2006 den Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europarecht, Vergleichende Staatslehre und Verfassungsgeschichte an der Universität Konstanz inne. Von Oktober 2017 bis 2018 war er an der Universität Konstanz zudem Dekan der Sektion Politik-Recht-Wirtschaft, in der die drei Fachbereiche Politik- und Verwaltungswissenschaft, Rechtswissenschaft sowie Wirtschaftswissenschaft zusammengefasst sind. Zum 1. August 2020 wechselte er an die Universität Köln. Dort ist er Professor für Staatsrecht, Staatsphilosophie und Recht der Politik sowie Direktor des Seminars für Staatsphilosophie und Rechtspolitik.
Schönberger ist Mitglied der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer,Mitgliederverzeichnis auf der Webseite der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer e. V., abgerufen am 28. April 2017. auf deren Tagung er 2011 in Münster Berichterstatter zum Thema „Höchstrichterliche Rechtsfindung und Auslegung gerichtlicher Entscheidungen“ war. Von 2014 bis 2018 war Schönberger Vorsitzender der Vereinigung für Verfassungsgeschichte. Im September 2019 gehörte er zu den etwa 100 Staatsrechtslehrern, die sich mit dem offenen Aufruf zum Wahlrecht Verkleinert den Bundestag! an den Deutschen Bundestag wandten.Aufruf zum Wahlrecht: „Verkleinert den Bundestag“, Offener Brief vom 20. September 2019 in Die Welt. Er ist Mitherausgeber der Buchreihe Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts.
Schönberger ist seit 2016 mit der Staatsrechtlerin Sophie Schönberger (geb. Lenski) verheiratet.
Schriften (Auswahl) Monografien
mit Sophie Schönberger: Die Reichsbürger. Ermächtigungsversuche einer gespenstischen Bewegung. C. H. Beck, München 2023, ISBN 978-3-406-80750-3.
Herausgeberschaften
Weblinks
Internetseite des Seminars für Staatsphilosophie und Rechtspolitik an der Universität zu Köln Blog von Christoph Schönberger Über die Wurzeln der Reichsbürger und das dünne Eis unter unserem Rechtssystem – Schönberger im Interview mit Henry Bernhard 2020 (Audio, 36 min)
Einzelnachweise
Kategorie:Hochschullehrer (Universität Konstanz) Kategorie:Absolvent der Humboldt-Universität zu Berlin Kategorie:Hochschullehrer (Universität zu Köln) Kategorie:Staatsrechtler (21. Jahrhundert) Kategorie:Rechtsphilosoph (21. Jahrhundert) Kategorie:Verfassungshistoriker Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland) Kategorie:Mitglied der Vereinigung für Verfassungsgeschichte Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1966 Kategorie:Mann