Wiesenttal ist ein Markt im oberfränkischen Landkreis Forchheim und liegt im Zentrum der Fränkischen Schweiz.
Muggendorf und Streitberg sind die ältesten Luftkurorte in der Region, seit 1972 gehören sie mit weiteren Orten zum neu gegründeten Markt Wiesenttal. Bei Streitberg beginnt das typische Landschaftsbild der Fränkischen Schweiz. Beide Orte bilden das sogenannte Wanderzentrum der Fränkischen Schweiz.
Geographie Nachbargemeinden Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Aufseß, Waischenfeld (beide Landkreis Bayreuth), Gößweinstein, Ebermannstadt, Unterleinleiter, Heiligenstadt in Oberfranken (Landkreis Bamberg)
Gemeindegliederung Der Markt Wiesenttal hat 21 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Es gibt die Gemarkungen Albertshof, Birkenreuth, Engelhardsberg, Muggendorf, Oberfellendorf, Streitberg, Wohlmannsgesees (Gemarkungsteil 1) und Wüstenstein.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Das Wiesenttal im heutigen Regierungsbezirk Oberfranken gehörte zum 1792 von Preußen erworbenen Fürstentum Bayreuth. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Die heutige Gemeinde Wiesenttal umfasst zum größten Teil das ehemals preußisch/bayreuthische Kastenamt Streitberg, das am 30. Juni 1803 im Rahmen des preußisch-bayerischen Hauptlandesvergleichs an Bayern abgetreten wurde. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden.
19. Jahrhundert Der Tourismus in der Fränkischen Schweiz begann in Muggendorf Anfang des 19. Jahrhunderts. Früher hieß die Gegend Muggendorfer Gebürg.
Eingemeindungen Bei der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1972 der Markt Muggendorf und die Gemeinden Albertshof, Engelhardsberg, Oberfellendorf und Streitberg zum neu gegründeten Markt Wiesenttal zusammengelegt. Am 1. Januar 1977 kam ein kleiner Teil der aufgelösten Gemeinde Breitenlesau (Rauhenberg) hinzu. Birkenreuth und Wüstenstein sowie Wohlmannsgesees der aufgelösten Gemeinde Wohlmannsgesees folgten am 1. Mai 1978. Der Wohlmannsgeseeser Gemeindeteil Kanndorf wurde in Ebermannstadt eingegliedert.
Politik Marktgemeinderat Der Marktgemeinderat von Wiesenttal besteht aus 14 Mitgliedern und dem Ersten Bürgermeister. Nach den Gemeinderatswahlen seit 2002 ergab sich jeweils folgende Sitzverteilung
Partei / Liste 2026 2020 2014 2008 2002 Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) 3 4 4 4 3 Freie Wähler Wiesenttal (FWW) 3 3 3 3 4 Bürgergemeinschaft Streitberg Niederfellendorf (BSN) 3 2 3 3 3 Wiesenttal Umland 1 1 2 3 2 Zukunft Jura 2 2 1 1 – Bürgerforum Markt Wiesenttal 2 2 1 – – Junge Bürger (JB) – – – – 1 Kommunale unabhängige Liste (KuL) – – – – 1 Gesamt 14 14 14 14 14
(Stand: Kommunalwahl am 8. März 2026) mini|Rathaus in Muggendorf
Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit 2020 Marco Trautner (Freie Wähler Wiesenttal). Sein Vorgänger war Helmut Taut (Freie Wähler Wiesenttal).
Rathaus Das Rathaus des Marktes Wiesenttal befindet sich in Muggendorf.
Wappen
Sehenswürdigkeiten mini|Wehr im Wiesenttal Binghöhle Riesenburg (Höhle) Schönsteinhöhle Rathaus, ein historisches Fachwerkgebäude Burgruine Neideck Burgruine Streitberg Druidenhain bei Wohlmannsgesees Ammonitenmuseum in Streitberg Modellbahnmuseum Muggendorf seit 1994 mit den Schwerpunkten Spur S (Firma BUB und Stadtilm) und Spur 0 (Modelle von Bing, Kraus-Fandor, BUB, Heinrich Wimmer, Distler, Dressler, Beckh und Fleischmann) Dampfbahn Fränkische Schweiz führt auf der Bahnlinie im Wiesenttal seit 1980 regelmäßig Sonderfahrten mit Dampflokomotiven und regulären Bahnverkehr am Wochenende mit Diesellokomotiven durch. Trainmeuseler Brunnen Quackenschloss
Weblinks mini|Wiesenttal im Herbst 2010
Sehenswürdigkeiten des Marktes Wiesenttal Der "Druidenhain" bei Wohlmannsgesees Informationen und Bilder aus dem Markt Wiesenttal
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Fränkische Schweiz) Kategorie:Markt in Oberfranken Kategorie:Gemeindegründung 1972