mini|Blick auf die Toranlage Die Burg Shiroishi (, Shiroishi-jō) befindet sich in der Stadt Shiroishi, Präfektur Miyagi. In der Edo-Zeit residierten dort die Katakura. Sie waren die Hausältesten des Date-Klans und hatten ein Einkommen von 13.000 Koku, also so viel wie ein kleinerer Daimyō.
Die Anlage Die Burg Shiroishi war ursprünglich der Wohnsitz der Shiroishi, Vasallen der Date, kam dann aber 1591 unter den in Aizu Wakamatsu regierenden Kamō Ujisato, der einen großen Ausbau vornahm. Während der Schlacht von Sekigahara eroberte Date Masamune die Burg und gab sie 1602 als Nebensitz an seinen wichtigen Vasallen Katakura Kagetsuna (; 1557–1615) mit einem Einkommen von 13.000 Koku. Die Burg entging unzerstört dem „Eine Provinz, eine Burg“-Erlass (, Ikkoku –ichijō-rei) und hielt ihren Status als Burg unter elf Generationen der Katakura bis zur Meiji-Restauration 1868. Während des Boshin-Krieges schlossen sich die Katakura der Ō-U-Etsu Allianz (, Ō-U-Etsu reppan dōmei) an, gab aber zusammen mit den Date in Sendai ihren Widerstand auf.
Die Burg liegt auf einer Anhöhe am Shiroishi-Fluss. Im Kern bestand sie aus der inneren Burg (, hommaru) und dem Ni-no-maru (). Im Westen schloss sich das Numa-no-maru (), im Süden das Naka-no-maru () an. Die Anlage war durch trockene Gräben und Erdwälle geschützt. In dem am Fluss liegenden Ostteil lag das San-no-Maru (), das durch einen Wassergraben geschützt wurde. Dort befanden sich die Wohnungen der Samurai.
Die innere Burg war von einem Steinwall umgeben und besaß an der Nordwest-Ecke einen dreistöckigen Wachturm (, Sangai-yagura), der als Burgturm (, Tenshukaku) fungierte. An der Südostecke befand sich der Tatsumi-Wachturm, an diesem der Hitsujisaru-Wachturm.Tatsu-mi () und Hitsuji-saru () sind im Rahmen der Zwölf Erdzweige die entsprechenden Zwischenrichtungen. Dort befand sich die Residenz (, goten). Der Zugang zu diesem Bereich im Norden war durch eine doppelte Toranlage (Mon) geschützt, bestehend aus dem Ōte-ichi-no-gomon () und dem Ōte–ni-no-gomon () geschützt, die einen kastenförmigen Schutzbereich zwischen sich hatten, eine ungewöhnliche Anlage.
Nach 1868 wurde die Burg aufgegeben. Mehr als hundert Jahre später wurden 1995 einige Nachbauten fertiggestellt; sie umfassen den dreistöckigen Wachturm und die beiden genannten Tore. Erhalten sind weiter Tore, die beim Abriss in der Meiji-Zeit an Tempel der Stadt, Tōshin-ji () und Emmei-ji (), gekommen waren.
Bilder
Anmerkungen
Literatur Mizoguchi, Masafumi: Shiroishi-jo. In: Masayuki Miura (Hrsg.): Shiro to jinya. Saikoku-hen. Gakken, 2006, ISBN 4-05-604379-5.
Weblinks
Shiroishi Kategorie:Bauwerk in der Präfektur Miyagi Kategorie:Rekonstruiertes Bauwerk in Japan Shiroishi Kategorie:Shiroishi (Miyagi)