mini|hochkant|Wappen derer von Koseritz. Koseritz war der Name eines alten Oberlausitzer Adelsgeschlechtes mit dem Stammhaus Caseritz bei Kamenz.
Geschichte Das Geschlecht erscheint erstmals 1344 urkundlich mit Konrad von Koseritz, Pfleger des Deutschen Ordens zu Preußisch Holland.G. A. von Mülverstedt: Beamte und Konventionsmitglieder des Deutschen Ordens. In: Georg Conrad, Hugo Bonk (Hrsg.): Oberländische Geschichtsblätter. Heft 2, In Commission Ferd. Beyer, Königsberg i. Pr. 1900, S. 28. Lutold von Koseritz erscheint 1410 urkundlich auf Groß–Särchen, Oberlausitz.Hermann Knothe: Geschichte des Oberlausitzer Adels und seiner Güter vom XIII. bis gegen Ende des XVI. Jahrhunderts. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1879, S. 312 f. Die ununterbrochene Stammreihe des Geschlechts beginnt mit Nicol von Koseritz († 1517) auf Kessel bei Bischofswerda.
Die Familie verfügte über Besitzungen in Kursachsen, wie z. B. Gut Eulenfeld bei Eilenburg, in Nauendorf, Döbernitz, Cosabra, Rüdigsdorf und Nauenhof.
Wappen Das Wappen zeigt in Blau einen silbernen Büffelkopf. Auf dem Helm mit Blau-silbernen Decken der Büffelkopf. mini|hochkant|Erbbegräbnis in Dessau. Friedhof III. Persönlichkeiten Daniel von Koseritz (1569–1638), Hofrichter, Amtshauptmann zu WittenbergBaron G. H. v. Eschwege: Verzeichniss der Leichzenpredigten, die sich auf dem neustädtischen Rath(h)ause in Braunschweig befinden. (Fortsetzung), In: Ludwig A. Clericus: Vierteljahrsschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie. VII. Jahrgang, Hrsg. Herold (Verein), Carl Heymanns Verlag, Berlin 1879, S. 103.Universität Wittenberg (Hrsg.): Urkundenbuch der Universität Wittenberg. Band 2, Wittenberg 1927, S. 37.Vgl. d. W.: Ingeborg Krekler: Die Autographensammlung des Stuttgarters Konsistorialdirektors Friedrich Wilhelm Frommann (1707–1787). In: Die Handschriften der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart. Sonderreihe-Band 2, Otto Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 1992, S. 108. Hans Jakob von Koseritz (1610–1648), kursächsischer Rat Johann Siegfried von Koseritz (1645–1719), braunschweig-lüneburgischer Generalmajor Ernst Ludwig Koseritz (1805–1838), württembergischer Offizier u. Verschwörer Karl von Koseritz (1832–1890), deutsch-brasilianischer Journalist u. Vorkämpfer des Deutschtums im Süden Brasiliens Kurt von Koseritz (1838–1916), deutscher Staatsmann, Bruder d. VorigenSiehe: Alexis von Schoenermarck: Helden-Gedenkmappe des deutschen Adels. Verlag Wilhelm Petri, Stuttgart 1921, S. 166.
Literatur Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues Preussisches Adels-Lexicon. Band 3, Gebrüder Reichenbach, Leipzig 1837, S. 158 f. Hermann Knothe: Geschichte des Oberlausitzer Adels und seiner Güter vom XIII. bis gegen Ende des XVI. Jahrhunderts. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1879, S. 312 f. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Deutscher Uradel. 1920. Jahrgang 21, Justus Perthes, Gotha 1919.Thomas Freiherr von Fritsch (Hrsg.): Die Gothaischen Taschenbücher Hofkalender und Almanach. In: Aus dem Deutschen Adelsarchiv. Band 2, C. A. Starke, Limburg (Lahn) 1968, S. 258. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1939. Jahrgang 38, Justus Perthes, Gotha 1938. Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon. Band VI, Band 91 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg (Lahn) 1987, , S. 435–436.
Weblinks
Heinrich August Lindner: Lindnersche Stamm- und Ahnensammlung. 5b. Halle a. S./ Dresden 1734/1787. In: MDZ: Stammtafel derer von Koseritz ad f. 517 b | 518 a. I; II, III Archivportal-D: Die von dem Hofrichter Daniel v. Köseritz gesuchte Vergünstigung des Raumes zu einem Grabmal in der Schlosskirche, In: Rep. 1 (Archiv der Universität Wittenberg), Nr. 964.
Einzelnachweise
Kategorie:Deutsches Adelsgeschlecht