mini|hochkant|Daryush Valizadeh (2014) Daryush Valizadeh (* 14. Juni 1979 in Maryland), auch Roosh V, ist ein US-amerikanischer Blogger, Maskulinist, Pick-Up-Artist und Buchautor. Er veröffentlicht im Eigenverlag Bücher, in denen Männern Tipps gegeben werden, wie sie „Sex mit Frauen in verschiedenen Ländern haben können“.
Leben Valizadeh ist der Sohn von Einwanderern. Sein Vater stammt aus dem Iran, seine Mutter ist Armenierin. Nach der Scheidung seiner Eltern wuchs er bei seiner Mutter in Maryland auf.
Valizadeh studierte an der University of Maryland Mikrobiologie.
Seit 2019 wendet sich Valizadeh stärker seinem armenischen apostolischen Glauben zu und grenzt sich von einigen seiner früheren Ansichten ab, wie der Propagierung von außerehelichem Geschlechtsverkehr.Emily Shugerman, Will Sommer: Noxious Pickup Artist Roosh Says He Has Found God, The Daily Beast, 23. Mai 2019.
Positionen Vergewaltigung Valizadeh vertritt ein normatives Geschlechterkonzept, das männliche Gewalt gegen Frauen teilweise legitimiert.The Guardian, theguardian.com, gesichtet am 3. Feb. 2016
Im Februar 2015 veröffentlichte Valizadeh einen Artikel auf seiner Seite, in dem er die Legalisierung von Vergewaltigungen auf Privatgelände vorschlägt. Wenn Vergewaltigung nur im öffentlichen Raum eine Straftat wäre, so Valizadeh, dann würde eine Frau ihren Körper so schützen wie „ihre Geldbörse oder ihr Smartphone“ und nie ohne Begleitung bei einem Mann sein, mit dem sie keinen Sex haben will. So ließe sich Vergewaltigung seiner Meinung nach stoppen.David Edwards: Misogynist blogger: Make rape on private property legal so women can have ‘learning experiences’. In: Raw Story. 18. Februar 2015.Kolten Parker: Group calling for legalization of rape cancels plans for rallies in S.F., elsewhere. In: San Francisco Gate, 3. Februar 2016.
Für den 6. Februar 2016 rief er auf seiner Seite Return of Kings zum internationalen „Meet-Up-Day“ auf, der laut Valizadeh in 43 Ländern stattfinden sollte.Susanne Hamann und Christian Spolders: Roosh V – der Mann, der Vergewaltigungen legalisieren will. In: RP Online, 4. Februar 2016. An dem Tag sollen sich weltweit Männer, die sich von seinen Ideen und Aussagen wie seiner Forderung nach der Straffreiheit von Vergewaltigung angesprochen fühlen, treffen und sich austauschen. Valizadeh ging es darum, auf eine vermeintliche Verantwortung von Frauen, nicht vergewaltigt zu werden, aufmerksam zu machen und Vergewaltigungen auf Privatbesitz zu erlauben.Roosh V: Militant pro-rape 'pick up artist’ has organised events in eight UK cities im IndependentJenny Yuen: Roosh V. plans 'rape should be legal' meetup in Toronto. In: Toronto Sun, 2. Februar 2016. Frauen sowie trans und schwulen Männern verbot Valizadeh, an den Treffen teilzunehmen.Phoebe Moloney and Kate Aubusson: ‘Legal rape’ group Return of Kings leader Daryush ‘Roosh’ Valizadeh announces he will come to Australia. In: The Sydney Mornin Herald, 1. Februar 2016. Von unterschiedlichsten Gruppen wurden Proteste angekündigt. Valizadeh gab bekannt, dass er Demonstrantinnen fotografieren würde, um ihre Fotos später ins Internet zu stellen.Jessica Roy: Pro-Rape Meet-Up Canceled After Women’s Boxing Club Threatens to Show Up. In: New York Magazine, 4. Februar 2016.
Valizadeh wollte an dem Tag selbst in Australien sein. Auf Anweisung des Immigrationsministers Peter Dutton überwacht das Department of Immigration seine Aktivitäten. Seine Anhänger planten an dem Tag „Stammestreffen“ („tribal meetings“) in Sydney, Melbourne, Brisbane und Perth. Valizadeh kündigte an, mit seiner Yacht von Indonesien oder Osttimor nach Australien zu gelangen.The Australien theaustralian.com.au, gesichtet am 4. Feb. 2016 Weil er die Sicherheit und Privatsphäre der teilnehmenden Männer nicht garantieren könne, sagte er seinen Australienbesuch jedoch am Tag zuvor ab.news.com au news.com.au 5. Feb. 2016
Anhänger in Deutschland kündigten sieben Treffen in Aachen, Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Nürnberg und Würzburg an.Sie wollten sich am 6. Februar versammeln: Das steckt hinter den Treffen potentieller Vergewaltiger in deutschen Städten. In: Focus, 4. Februar 2016.Hardcore-Sexist sagt internationalen Aktionstag ab. In: N24, 4. Februar 2016.
Feminismus Im März 2012 zählte das Southern Poverty Law Center (SPLC) Valizadehs Blog zu den frauenfeindlichen Seiten im Internet, denen es darum gehe, Frauen, insbesondere US-amerikanische Frauen und Feministinnen, anzugreifen. Dort prahlt er unter anderem mit seinen sexuellen Eroberungen und schreibt über „American cunts who I want to hate fuck“ (dt. „amerikanische Fotzen, die ich hassficken will“).Misogyn: The Sites. In: Southern Poverty Law Center, 1. März 2012. In einem Interview mit einem Washington-Times-Projekt behauptete er, der Feminismus habe als Vermächtnis schwache, androgyne Männer zurückgelassen. im The Washington Times Community Projekt (archiviert)
Valizadeh ist der Auffassung, dass eine „Vergewaltigungshysterie“ herrsche und weiße, heterosexuelle Männer wie Kriminelle behandelt und systematisch diskriminiert würden. Schuld daran sei die „Feminismus- und Gender-Mafia“.Lisa Ludwig: Ich war bei dem Seminar eines Vergewaltigungsbefürworters. In: Vice, 2. Juli 2015.
Judentum Im Mai 2015 veröffentlichte Valizadeh einen Artikel auf seiner Online-Plattform Return of Kings mit dem Titel „The Damaging Effects Of Jewish Intellectualism And Activism“ (dt.: „Die schädlichen Auswirkungen des jüdischen Intellektualismus und Aktivismus“). In dem Artikel zitiert er ausführlich aus einem Buch Kevin B. MacDonalds, in dem unter anderem die These aufgestellt wird, Juden seien an vielen politisch linken Bewegungen beteiligt und hätten so der westlichen Kultur geschadet. Feminismus sieht Valizadeh als eine jüdische Idee und die Mehrzahl dessen, was er an der westlichen Kultur kritisiert, sei durch intellektuelle jüdische Bewegungen eingeleitet worden. Die Anti-Defamation League beschrieb Valizadehs Artikel als eine Mischung aus Frauenhass und Antisemitismus.Anti-Defamation League: . 15. Mai 2015.
Return of Kings 2012 gründete er das Online-Portal Return of Kings. Return of Kings gilt als eine Seite der amerikanischen Männerrechtsbewegung.Vgl. bspw.:
R. Tod Kelly: The Masculine Mystique. In: The Daily Beast, 20. Oktober 2013. . In: Business Insider, 4. Februar 2016. Zoe Sona: Frauenrollen in „Mad Max“: Mütter in die Wüste schicken. In: die tageszeitung, 27. Mai 2015. Karla Mantilla: Gendertrolling: How Misogyny Went Viral. Praeger, Santa Barbara 2015, ISBN 978-1-4408-3317-5, S. 92. Dave Thier: Men’s Rights Activists Are Selling A Whole Lot Of Tickets To 'Mad Max: Fury Road'. In: Forbes, 16. Mai 2015. Dort schreiben er und andere Blogger über „neomaskuline“ und verwandte Themen. Dabei richtet er sich an ein heterosexuelles männliches Publikum, will das maskuline Mannsein im Verständnis von Valizadeh wieder zurückbringen und sieht den Mann im Geschlechterkampf als bisher unterlegen an., gesichtet am 5. Feb. 2016
Die Seite beschreibt sich als ein „Blog für heterosexuelle, maskuline Männer“. Frauen und homosexuellen Männern wird stark davon abgeraten, ihre Meinung auf der Seite zu äußern (“Women and homosexuals are strongly discouraged from commenting here”).Hillary E. Crawford: Women and homosexuals are strongly discouraged from commenting here. In: Bustle, 4. Februar 2016.
Im Mai 2015 rief Return of Kings zum Boykott des Films Mad Max: Fury Road auf. Die Schauspielerin Charlize Theron habe in dem Kinotrailer viel gesprochen, deshalb sei der Film „feministische Propaganda“, die nur den Anschein habe, ein Männerfilm zu sein.Lorena O’Neil: Men’s rights activists call for boycott of 'Mad Max: Fury Road,' citing feminist agenda. In: CNN, 15. Mai 2015.„Mad Max: Fury Road“: Männerrechtler rufen online zum Boykott auf. In: Der Standard, 17. Mai 2015.Sean O’Neail: Mad men mad at Mad Max for having mad women. In: A.V. Club, 13. Mai 2015. Im Dezember 2015 beteiligte sich Return of Kings an einem Boykott des Films Star Wars: Das Erwachen der Macht. Als Grund wurde genannt, dass die Hauptrollen mit einer Frau und einem schwarzen Mann besetzt wurden. Return of Kings behauptete später, dass der Film wegen des Boykotts 4,2 Mio. US-Dollar weniger eingenommen habe.Jes Denham: Star Wars: Men’s rights activists claim boycott cost The Force Awakens $4.2m. In: The Independent, 4. Januar 2016.Erik Kain: No, Anti-Feminists Didn't Cost Star Wars Any Money. In: Forbes, 1. Januar 2016.
Rezeption Valizadehs Thesen und Aussagen werden teilweise als anti-feministischThe Independent independent.co.uk, gesichtete am 3. Feb. 2016 beschrieben.
Bücher (Auswahl) 2007 Bang: More Lays in 60 Days 2010 Bang Colombia: Textbook On How To Sleep With Colombian Women 2011 Bang Iceland: How To Sleep With Icelandic Women 2011 Don’t Bang Denmark: How To Sleep With Danish Women In Denmark (If You Must) 2012 Bang Estonia: How To Sleep With Estonian Women In Estonia 2012 Bang Poland: How To Make Love With Polish Girls In Poland 2012 Bang Ukraine: How To Sleep With Ukrainian Women In Ukraine 2012 30 Bangs: The Shaping of one Man’s Game from patient Mouse to Rabid Wolf
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