Friedrich Jungblut (* 28. Mai 1876 in Sankt Goar; † 28. Februar 1946 in Torgau) war ein deutscher Sanitätsoffizier.
Leben Jungblut studierte Medizin am Medicinisch-chirurgischen Friedrich-Wilhelms-Institut. Er schloss sich den Pépinière-Corps Franconia (1897) und Saxonia (1907) an.Kösener Corpslisten 1960, 60/343; 63/45 1903 wurde er an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin zum Dr. med. promoviert.Dissertation: Ueber hochgradige Verätzungsstrikturen des Oesophagus, behandelt durch Gastrostomie und retrograde Dilatation. In der Reichswehr wurde er am 1. Februar 1923 zum Generaloberarzt und 1926 zum Generalarzt befördert. Als Divisionsarzt der 2. Kavalleriedivision (Reichswehr) trat er 1928 in den Ruhestand. Ab 26. Juni 1939 war er zunächst noch als E-Offizier beim Zentralarchiv für Wehrmedizin tätig.Akten der Reichskanzlei (Bundesarchiv) Während des Zweiten Weltkriegs wurde er zum 1. April 1941 in das aktive Dienstverhältnis übernommen und am 31. Oktober 1942 schließlich verabschiedet. Zuletzt fungierte Jungblut als Gruppenleiter II der Abteilung für Wissenschaft und Gesundheitsführung in der Heeressanitätsinspektion (SIn/WiG). Nach Kriegsende von der Roten Armee verschleppt, verstarb er mit 70 Jahren im Speziallager Nr. 8 und Nr. 10 Torgau.samlib.ru
Literatur Dermot Bradley (Hrsg.): Die Generale des Heeres 1921–1945. Die militärischen Werdegänge der Generale, sowie der Ärzte, Veterinäre, Intendanten, Richter und Ministerialbeamten im Generalsrang. Band 6: Hochbaum–Klutmann. Biblio Verlag, Bissendorf 2002, S. 320.
Einzelnachweise
Kategorie:Generalarzt (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Sanitätsoffizier (Preußen) Kategorie:Militärperson (Reichswehr) Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Absolvent der Kaiser-Wilhelms-Akademie für das militärärztliche Bildungswesen Kategorie:Speziallagerhäftling Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1876 Kategorie:Gestorben 1946 Kategorie:Mann