Lochmühle bei Heuberg ist ein Gemeindeteil der Stadt Hilpoltstein im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Lochmühle liegt in der Gemarkung Heuberg.
Lage Die Einöde liegt circa drei Kilometer östlich von Heuberg nördlich des Espangrabens und des Main-Donau-Kanals an einem Bachlauf. Östlich breitet sich das Auholz aus. Lochmühle ist über eine Gemeindeverbindungsstraße zu erreichen, die bei Altenhofen von der Staatsstraße 2220 abzweigt und weiter nach Auholz bzw. nach Heuberg führt.Lochmühle bei Heuberg im BayernAtlas
Die Ortsflur ist 16 Hektar groß.Wiessner, S. 34
Geschichte Im Alten Reich gehörte die Lochmühle dem pfalz-neuburgischen, ab 1777 kurbayerischen Rentamt Hilpoltstein. Die hohe Gerichtsbarkeit übte der Pfleger zu Hilpoltstein aus.Wiessner, S. 223 Im nürnbergischen Salbuch von 1544, also zu der Zeit, als das pfalz-neuburgische Amt Hilpoltstein an die Reichsstadt verpfändet war, ist die Mühle unter Altenhofen aufgeführt; „ober dieser“ stand die zu dieser Zeit bereits abgegangene Loemühle. Im an die Lochmühle angrenzenden Auholz, „des Bredenwinders Eigen“, hatte Altenhofen das Recht zum Viehtrieb.Carl Siegert: Geschichte der Herrschaft, Burg und Stadt Hilpoltstein, ihrer Herrscher und Bewohner. In: Verhandlungen des historischen Vereines von Oberpfalz und Regensburg 20 (1861), S. 211
Im Königreich Bayern (1806) wurde der Steuerdistrikt und die Ruralgemeinde Heuberg gebildet, zu dem bzw. zu der Lochmühle gehörte.Wiessner, S. 252
Der Müller war gleichzeitig Ökonom; über seinen Großviehbestand gibt ein amtliches Verzeichnis von 1875 Aufschluss: Hier wurden zwei Pferde und neun Stück Rindvieh gehalten. Die Müllerskinder gingen zu dieser Zeit in die katholische Schule nach Heuberg.Kgl. Statistisches Bureau in München (Bearb.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern, München 1876, Spalte 888
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Heuberg am 1. Januar 1972 nach Hilpoltstein eingemeindet.
Einwohnerentwicklung 1818: 4 (1 „Feuerstelle“, 2 Familien)Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise ... enthaltenen Ortschaften, Ansbach 1818, S. 55 1836: 5 (1 Anwesen)Th. D. Popp: Matrikel des Bissthumes Eichstätt. Eichstätt: Ph. Brönner 1836, S. 82 (Nr. 73) 1861: 7 (3 Gebäude, 1 Kirche)J. Heyberger und andere: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. München 1867, Spalte 713 1871: 5 (5 Gebäude)Kgl. Statistisches Bureau in München (Bearb.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern, München 1876, Sp. 888 1904: 9 (2 Wohngebäude)Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern mit alphabetischem Ortsregister, München 1904, Spalte 1218 1937: 8 (nur Katholiken)Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. I. Band: Eichstätt 1937, S. 507 1950: 5 (2 Gebäude)Wiessner, S. 252 1961: 4 (1 Wohngebäude)Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961, München 1964, Spalte 795 1970: 4Wiessner, S. 262 1987: 2 (1 Wohngebäude, 1 Wohnung)Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München 1991, S. 348
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Hilpoltstein Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Roth