Sag mir nicht Lebwohl () ist eine griechische Fernsehserie.
Inhalt Die Serie erzählt die problematische Liebesgeschichte zwischen einer Griechin aus Athen und einem „Muslim“ (Westthrakientürken) in Komotini.
Christina aus Athen erhält einen Studienplatz für Jura an der Universität von Komotini in Nordgriechenland. Sie ist mit dem Medizinstudenten Philipp zusammen, der in Athen studiert. In Komotini lebt Murat, ein gläubiger Muslim. Als er die Stelle als Lehrer an einer Minderheitenschule von Xanthi erhält, schmiedet er Pläne für seine Zukunft. Er möchte seine Kindheitsfreundin Melek heiraten.
An dem einen Wochenende, an dem Philipp seine Freundin Christina ausnahmsweise nicht besucht, feiert sie mit Studienfreunden und trifft in dem Lokal zufällig Murat – es ist Liebe auf den ersten Blick. Ohne verabredet zu sein, treffen sie sich am folgenden Abend wieder dort, aber Murat traut sich nicht, ihr seinen wahren Namen zu sagen und damit seine wahre Identität zu zeigen, als er erfährt, dass sie aus Athen kommt und keine Muslima ist. Er nennt sich Petros. Beide fällt es schwer, sich ihren Partnern gegenüber zu verstellen. Deshalb entscheidet sich Christinas dann doch für Philipp. Sie geht mit ihm zurück nach Athen. Dort sucht und findet sie Murat, woraufhin sie mit ihm wieder nach Komotini geht. Inzwischen bereitet Murats Familie seine Verlobung mit Melek vor. Nach seiner Verlobung findet ein Freund Christinas zufällig Murats Personalausweis und nun wird klar, dass er der muslimischen Minderheit angehört. Christina und Mulat wollen zusammenziehen, nachdem er die Verlobung aufgelöst hat, aber ihre Beziehung wird weder von der muslimischen Gemeinschaft, noch von Christinas Freunden akzeptiert. Christina kehrt abermals nach Athen zurück und ihre Mutter informiert Philipp darüber, der sie wieder für sich gewinnen kann. Doch Murat gibt nicht auf und schafft es, Christina wieder nach Komotini zu holen. Es kommt so weit, dass sie sich zwischen den beiden Männern entscheiden muss. Sie wählt letztendlich Philipp.
Hintergrund In der Serie wird zum ersten Mal das Thema der Minderheit in Westthrakien griechenlandweit familientauglich aufbereitet dargestellt bzw. in von Thrakien entfernteren Provinzen überhaupt bekannt gemacht.
Alle türkischen Charaktere werden von griechischen Schauspielern dargestellt, die in der Serie Türkisch sprechen. Sie werden namentlich als Muslime und nicht als Türken bezeichnet – nicht zuletzt auch aus dem Grund, weil Letzteres gesetzlich noch strafbar wäre. Die Serie ist ein Versuch, die türkische Minderheit von Westthrakien und ihre kulturellen Besonderheiten als integralen Bestandteil von Griechenlands Bevölkerung im Land bekannter zu machen.
Während der Dreharbeiten wurde ein Berater für religiöse Fragen hinzugezogen, um die Traditionen und Verhaltensweisen der muslimischen Minderheit wirklichkeitsnah darzustellen, wie der Regisseur Manousos Manousakis später erklärte.
Rezeption In athensmagazin.gr wird die Serie als „unglaubliches Meisterwerk“ () bezeichnet. Besonders gelungen sei die Regie, das Drehbuch und auch die Musik. Die online Zeitschrift greekwebtv.com hebt hervor, dass diese Serie extrem erfolgreich war und von durchschnittlich 40 Prozent des Fernsehpubplikums gesehen wurden, die letzte Episode sogar von fast 60 Prozent.
Weblinks
Einzelnachweise
Quellen
Kategorie:Fernsehserie der 2000er Jahre Kategorie:Fernsehen (Griechenland)