Löffelhof ist ein Gemeindeteil der Stadt Hilpoltstein im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Löffelhof liegt in der Gemarkung Patersholz.
Lage Die Einöde liegt 4,5 Kilometer südöstlich von Hilpoltstein. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Pyras zur Kreisstraße RH 25 (0,4 km südlich) bzw. nach Patersholz (1,5 km nördlich).
Ortsnamensdeutung Der Ortsname enthält das althochdeutsche Wort „hlaiv“ für „Hügel“, bedeutet demnach „Hof auf/am Hügel“. Karl Kugler: Erklärung von tausend Ortsnamen der Altmühlalp und ihres Umkreises. Ein Versuch. Eichstätt 1873: Verlag der Krüll’schen Buchhandlung, S. 188 Eine andere Deutung führt den Hofnamen auf eine Besitzerfamilie Löffel/Löffler zurück.Sammelblatt des Histor. Vereins Eichstätt 45 (1930), S. 115
Geschichte Der Löffelhof wurde 1544 erstmals urkundlich erwähnt, als die Reichsstadt Nürnberg ein Salbuch über das zwei Jahre zuvor an sie verpfändete pfalz-neuburgische Amt Hilpoltstein anlegte.Wiessner, S. 34 Die Grundherrschaft lag bei der Holzschuher’schen Fräuleinstiftung zu Nürnberg. Die hohe Gerichtsbarkeit über diesen nürnbergischen Hof übte das pfalz-neuburgische bzw. ab 1777 kurbayerische Pflegamt Hilpoltstein aus. Gepfarrt war der Hof nach Jahrsdorf.Carl Siegert: Geschichte der Herrschaft, Burg und Stadt Hilpoltstein, ihrer Herrscher und Bewohner. In: Verhandlungen des historischen Vereines von Oberpfalz und Regensburg 20 (1861), S. 224; Wiessner, S. 223
Im neuen Königreich Bayern (1806) kam der Löffelhof zum Steuerdistrikt Hilpoltstein, dann zur Ruralgemeinde Patersholz, zu der neben dem Löffelhof zwei weitere Höfe, der beim Löffelhof abgegangene Lotterhof (Vogtshof) (1867: 2 Gebäude, 3 Einwohner) und der Schrötzenhof (1867: 2 Gebäude, 8 Einwohner; 1904 nicht mehr amtlich genannt) sowie auch das Dorf Eibach gehörten.Wiessner, S. 256; J. Heyberger und andere: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. München 1867, Spalte 714 Über den Viehbestand des Löffelhofs vermeldet 1875 ein amtliches Verzeichnis sechs Stück Rindvieh. Die Kinder besuchten die Schule im katholischen Jahrsdorf bzw. im protestantischen Eysölden.
Die Gemeinde Patersholz wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern zum 1. Januar 1972 in die Stadt Hilpoltstein eingegliedert.
Einwohnerentwicklung 1818: 5 (1 Anwesen; 1 Familie)Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise ... enthaltenen Ortschaften, Ansbach 1818, S. 55 1836: 6Th. D. Popp: Matrikel des Bissthumes Eichstätt. Eichstätt: Ph. Brönner 1836, S. 91 (Nr. 83) 1861: 8 (1 Gebäude)J. Heyberger und andere: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. München 1867, Spalte 714 1871: 7 (2 Gebäude) 1900: 4 (1 Wohngebäude)Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern mit alphabetischem Ortsregister, München 1904, Spalte 1220 1937: 3 (2 Katholiken, 1 Protestant)Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. I. Band: Eichstätt 1937, S. 538 1950: 6 (1 Wohngebäude)Wiessner, S. 256 1961: 3 (1 Wohngebäude)Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961, München 1964, Spalte 797 1970: 5 1987: 10 (2 Wohngebäude, 3 Wohnungen)
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Hilpoltstein Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Roth Kategorie:Ersterwähnung 1544