Hermann Hitfeld (* in Lübeck; † 1474 ebenda) war Kaufmann und Ratsherr der Hansestadt Lübeck.

Leben Hermann Hitfeld war Sohn des Lübecker Bürgers Johann Hitfeld. Er wurde 1433 Mitglied der patrizischen Zirkelgesellschaft. 1460 wurde er in den Lübecker Rat erwählt. 1463 gab er dem Kloster Marienwohlde ein verzinsliches Darlehen über 200 Mark Lübisch; die Schuld musste aufgrund seines Testaments nicht zurückgeführt werden.Ernst Deecke: Marienwold in: Vaterländisches Archiv für das Herzogthum Lauenburg, Band 1, 1857, S. 395 Hitfeld starb „hochbetagt“ 1474; er war zuletzt blind und taub.Friedrich Bruns †: Der Lübecker Rat. Zusammensetzung, Ergänzung und Geschäftsführung, von den Anfängen bis ins 19. Jahrhundert. In: ZVLGA, Band 32 (1951), S. 1–69, S. 60 (Kapitel 9: Der Abschluß der Ratsmitgliedschaft)

Hitfeld war mit Katharina, einer Tochter des Lübecker Bürgers Hermann von Stiten verheiratet. Er bewohnte das Haus Aegidienstraße 22 in Lübeck, in dem der italienische Kaufmann und Bankier Gherardo Bueri in Lübeck bis 1455 eine mit der Banca dei Medici korrespondierende Bank betrieben hatte.

Literatur Sonja Dünnebeil: Die Lübecker Zirkel-Gesellschaft. Formen der Selbstdarstellung einer städtischen Oberschicht (Veröffentlichungen zur Geschichte der Hansestadt Lübeck, hg. vom Archiv der Hansestadt, Reihe B, Band 27) Lübeck: Schmidt-Römhild 1996. ISBN 3-7950-0465-9 Emil Ferdinand Fehling: Lübeckische Ratslinie, Lübeck 1925, Nr. 548

Einzelnachweise

Kategorie:Mitglied der Zirkelgesellschaft Kategorie:Lübecker Ratsherr (15. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 14. oder 15. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1474 Kategorie:Mann