mini|Xavier Legrand Xavier Legrand (* 28. März 1979 in Melun) ist ein französischer Schauspieler und Regisseur.

Leben Legrand hatte bereits im Alter von zehn Jahren Theater gespielt und war einer halbprofessionellen Theatergruppe beigetreten, als er zwölf Jahre alt war.Xavier Legrand …. formatcourt.com, 6. März 2014. Er studierte schließlich bis 2005 Schauspiel am Pariser Conservatoire national supérieur d’art dramatique, absolvierte ein Praktikum unter Philippe Grandrieux an der Filmhochschule La fémis auf zelig-fr.com und war zunächst als Theaterschauspieler tätig. Er trat unter anderem in Stücken unter der Regie von Julie Brochen, Christian Benedetti und Alexandre Zeff auf und war unter anderem am Théâtre national de Strasbourg sowie mehrfach unter der Regie von Christian Schiaretti am Théâtre National Populaire in Villeurbanne tätig. auf theatre-studio.com Gelegentlich trat er auch als Film- und Fernsehschauspieler auf, darunter 2005 in Philippe Garrels Unruhestifter (Les amants réguliers).

Im Jahr 2013 erschien Legrands Regiedebüt, der Kurzfilm Avant que de tout perdre. Er hatte drei Jahre am Drehbuch gearbeitet.Liam Engle: Entretien avec Xavier Legrand. filmdeculte.com, 31. August 2013. Der Film folgt Miriam, die mit ihren beiden Kindern ihren brutalen Ehemann verlassen will. Avant que de tout perdre gewann 2013 den Grand Prix des Festival du Court-Métrage de Clermont-Ferrand sowie 2014 einen César als Bester Kurzfilm. Zudem wurde er 2014 für einen Oscar in der Kategorie Bester Kurzfilm nominiert.

2017 stellte Legrand mit Nach dem Urteil sein Spielfilmdebüt fertig. Das Scheidungsdrama mit Denis Ménochet, Léa Drucker und Thomas Gioria in den Hauptrollen brachte ihm beim 74. Filmfestival von Venedig den Regiepreis ein.

Filmografie (Auswahl) Wenn nicht anders angegeben, als Schauspieler. 2005: Unruhestifter (Les amants réguliers) 2006: Fluchtpunkt (Point de fuite) (Kurzfilm) 2007: Kaojikara (Kurzfilm) 2010: Camus (TV) 2010: Les mains libres 2013: Tiger Lily, quatre femmes dans la vie (TV-Mehrteiler) 2013: Avant que de tout perdre (Kurzfilm) – Regie, Drehbuch 2017: Nach dem Urteil (Jusqu’à la garde) – Regie, Drehbuch 2023: The Successor (Le Successeur) – Regie, Drehbuch

Theaterauftritte (Auswahl) 2006: Ervart, ou les derniers jours de Friedrich Nietzsche von Hervé Blutsch – Théâtre National Populaire de Villeurbanne, Regie: Christian Schiaretti 2006: Coriolan von William Shakespeare – Théâtre National Populaire de Villeurbanne, Regie: Christian Schiaretti 2007: La nuit de Madame Lucienne von Copi – Odéon-Théâtre de l’Europe, Paris, Regie: Irina Solano 2010: Vénus von Suzan-Lori Parks – Théâtre de l’Athénée, Paris, Regie: Cristèle Alves Meira 2012: Merlin l’enchanteur ou Graal théâtre von Florence Delay und Jacques Roubaud – Théâtre national de Strasbourg, Regie: Christian Schiaretti, Julie Brochen

Auszeichnungen (Auswahl) 2013: Grand Prix, Publikumspreis, Preis der Kinderjury und Preis der Presse, Festival du Court-Métrage de Clermont-Ferrand, für Avant que de tout perdre 2013: Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres 2014: César, Bester Kurzfilm, für Avant que de tout perdre 2014: Oscarnominierung, Bester Kurzfilm, für Avant que de tout perdre 2017: Silberner Löwe – Beste Regie beim Filmfestival von Venedig, für Nach dem Urteil 2019: César – Bester Film und Bestes Originaldrehbuch für Nach dem Urteilorf.at: „Nach dem Urteil“ bekam Cesar für besten Film. Artikel vom 23. Februar 2019, abgerufen am 23. Februar 2019.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Filmregisseur Kategorie:César-Preisträger Kategorie:Träger des Ordre des Arts et des Lettres (Ritter) Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1979 Kategorie:Mann