Epitaphios () bezeichnet in der griechischen Antike einerseits das Grabepigramm, andererseits das bis in die archaische Zeit zurückreichende feierliche Begräbisritual, dessen wesentliche Bestandteile epitaphios agon ( „Leichenspiele“) und epitaphios logos ( „Leichenrede“) waren.
Erwähnungen von Leichenspielen finden sich bereits bei Homer.Homer, Ilias 23. Öffentliche Leichenfeiern mit Wettkämpfen sind für AthenAristoteles, Athenaion politeia 58. und SpartaPausanias, Beschreibung Griechenlands 3,14,1. belegt.
Literatur Franca Ela Consolino: Leichenrede. In: Reallexikon für Antike und Christentum. Band 22, Hiersemann, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-7772-0825-1, Sp. 1133–1166, hier: 1133–1146
Nicole Loraux: L’Invention d’Athènes. Histoire de l’oraison funèbre dans la cité classique. Éd. de L’EHESS, Paris 1981. Englische Übersetzung: The Invention of Athens: The Funeral Oration in the Classical City. Cambridge, MA 1986.
Johannes Wienand: Der politische Tod. Gefallenenbestattung und 'Epitaphios Logos' im demokratischen Athen. Franz Steiner, Stuttgart 2023, ISBN 978-3-515-13389-0 (online).
Anmerkungen
Kategorie:Redegattung Kategorie:Bestattung (Antike) Kategorie:Werk (Gedenken)