Mercheașa [] (, , såksesch Streitfert) ist ein Dorf im Kreis Brașov in der Region Siebenbürgen in Rumänien. Verwaltungsmäßig gehört Mercheașa zur Gemeinde Homorod (Hamruden).
Mercheașa ist auch unter den veralteten Bezeichnungen Mertiașa, Mergheașa und Micloșa bekannt.
Geographische Lage mini|links|Streitfort in der Josephinischen Landaufnahme von 1769 bis 1773. Der Ort befindet sich im Altland am Unterlauf des Kleinen Homorodbachs (Homorodul Mic) und der Kreisstraße (Drum județean) DJ 132 etwa neun Kilometer nordöstlich von der Kleinstadt Rupea (Reps) und etwa 50 Kilometer nordwestlich von der Kreishauptstadt Brașov (Kronstadt).
mini|Evangelische Kirchenburg mini|Evangelische Kirchenburg mini|Die Streitforter Eiche Geschichte Das Dorf wurde zum ersten Mal 1400 in einem kirchlichen Steuerregister unter dem deutschen Namen Stristfordia erwähnt. Es befand sich auf dem Königsboden und gehörte dem Repser Stuhl an. 1658 wurde Streitfort, wie auch der Nachbarort Katzendorf, von den Türken niedergebrannt.
Im Königreich Ungarn gehörte Mercheașa dem Stuhlbezirk Kőhalom (heute Rupea) in der Gespanschaft Groß-Kokelburg, anschließend dem historischen Kreis Târnava-Mare und ab 1950 dem heutigen Kreis Brașov an.
Bevölkerung Die Bevölkerung in Mercheașa entwickelte sich von 1850 bis 2002 wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1880–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 1. November 2008 (PDF; 513 kB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 1187 416 - 655 116 1920 1319 606 2 711 - 1941 1028 440 28 493 67 1977 565 313 29 164 59 1992 501 224 19 46 212 2002 534 270 35 9 220 2011Varga E. Árpád: Volkszählungen 1852–2011 in Siebenbürgen bei nepszamlalas.adatbank.ro (ungarisch). 502 250 34 6 212
Sehenswürdigkeiten Hauptsehenswürdigkeit des Ortes ist die siebenbürgisch-sächsische Kirchenburg.Angaben zu der reformierten Kirche in Mercheașa bei biserici.org, abgerufen am 26. Juni 2019 (rumänisch) Die Kirche geht vermutlich auf einen im 13. Jahrhundert erbauten romanischen dreischiffigen Vorgängerbau zurück. Im 15. Jahrhundert wurde sie zu einer Saalkirche umgebaut. Ende des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts wurde die Kirche befestigt. Von den Befestigungen sind heute noch der Großteil der Mauer sowie einer der ursprünglich vier Wehrtürme erhalten. Der heutige Kirchturm wurde zwischen 1848 und 1858 errichtet. Die gesamte Anlage befindet sich im Verfall; steht unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch). Auf dem Areal des Dorfes steht eine etwa 900 Jahre alte Eiche ().Bild der Eiche, im Frühjahr Sie hat eine Höhe von etwa 21 Meter, einen Umfang von 9,3 Meter und wird „Der Alte aus den Karpaten“ (Bătrânul Carpaților) genannt.
Literatur Michael Galz: Heimatbuch Streitfort in Siebenbürgen, Heimatortsgemeinschaft Streitfort, Gundelsheim/Neckar, 1997, ISBN 978-3-929848-08-3, S. 546.
Weblinks
Streitfort auf siebenbuerger.de
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1400