Sextus Caecilius Africanus (kurz African; † 169/175) war ein klassischer römischer Jurist aus der wohl in Afrika beheimateten Familie der Caecilier und Schüler des Salvius Iulianus (Julian). Er gehörte der sabinianischen Rechtsschule an.
Mehrere Fragmente seiner Schriften sind in den Digesten des spätantiken Kaisers Justinian I. überliefert. Dies gilt besonders für Auszüge aus seinen quaestiones, einer neunbändigen unsystematischen Sammlung von Rechtsfällen (Quaestiones libri IX). Da in diesen Textstellen Julian besonders häufig zitiert wird, geht die Forschung davon aus, dass es sich um solche Fälle handelt, die ebendieser Autor entschieden hatte.Paul Krüger: Geschichte der Quellen und Litteratur des römischen Rechts. Duncker & Humblot, Leipzig 1888, S. 177 (online). Bisweilen nimmt Africanus gegenüber seinem Lehrer aber auch eine kritische Haltung ein. In den Noctes Atticae des Aulus Gellius wird er als hervorragender Rechtskenner bezeichnet (XX 1, 1).
Aus den über 20 Bücher umfassenden epistulae des Caecilius Africanus ist dagegen lediglich ein einziges Fragment überliefert.Digesten 30, 39 pr.
Literatur
PIR² II 3 f. Nr. 18 Detlef Liebs: Sex. Caecilius Africanus. In: Klaus Sallmann (Hrsg.): Die Literatur des Umbruchs. Von der römischen zur christlichen Literatur, 117 bis 284 n. Chr. (= Handbuch der lateinischen Literatur der Antike, Band 4). C. H. Beck, München 1997, ISBN 3-406-39020-X, S. 106–108 Hans Hermann Seiler: Sectus Caecilius Africanus. In: Michael Stolleis (Hrsg.): Juristen. Ein biographisches Lexikon. Von der Antike bis zum 20. Jahrhundert. 2. Auflage, C. H. Beck, München 2001, ISBN 978-3-406-45957-3, S. 19 f.
Anmerkungen
Kategorie:Römischer Jurist Kategorie:Römer Africanus, Sextus Caecilius Kategorie:Geboren im 2. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 2. Jahrhundert Kategorie:Mann