mini|Katholische Pfarrkirche Hll. Petrus und Paulus in Krispl mini|Altarraum mit Hochaltar und den seitlichen Altären Die römisch-katholische Pfarrkirche Krispl steht in Krispl im Bezirk Hallein im Land Salzburg. Die Pfarrkirche Peter und Paul gehört zum Dekanat Hallein in der Erzdiözese Salzburg. Das Patrozinium wird am 29. Juni gefeiert. Die Kirche steht unter Denkmalschutz ().

Geschichte Eine Kirche wurde 1568 urkundlich genannt. Die heutige Kirche wurde im 17. Jahrhundert erbaut und 1759 nach Osten erweitert. 1731 wurde der Turm errichtet. Die Kirche wurde 1859 zur Pfarrkirche erhoben. 1968 wurde die Kirche restauriert und die Westfassade verändert.

Architektur Kirchenäußeres Der schlichte einschiffige barocke Kirchenbau mit einem flachbogig geschlossenen Chor mit einem im Osten abgewalmten Satteldach und einem Westturm. Die Kirche ist von einem Friedhof umgeben. Im Westen ist in die Friedhofsummauerung ein nach außen gerichtetes Kriegerdenkmal eingebunden.

Der Kirchturm der Westfassade vorgestellt mit einem rundbogigen Eingangsportal ist an der Westseite und Südseite mit Schindeln verkleidet und trägt einen barocken Zwiebelhelm mit den Jahresangaben 1896 und 1962. Die seitlichen Anbauten am Turm beinhalten im Norden eine Totenkapelle und im Süden einen Aufgang zur Empore. Die Turmhalle ist kreuzgratgewölbt. Das spitzbogige abgefaste Portal zum Stiegenaufgang der Empore wurde 1968 erbaut.

Kircheninneres Der vierjochige Saalraum hat ein Segmentbogentonnengewölbe. Die Deckenmalerei Schlüsselübergabe an Petrus, Heiliger Wandel, Marienkrönung ist mit 1831 bezeichnet und wurde 1866 vom Maler Eggl restauriert. Die Sakristeitüre im Norden wurde 1731 geschaffen. Die Westempore hat ein Geschoß.

Ausstattung Der Hochaltar mit einem Aufbau aus Marmor mit 1884 bezeichnet entstand nach einem Entwurf von Paul Lange. Das Holzkruzifix und im Aufsatz die Figuren Gottvater, Peter und Paul, sind aus dem späten 17. Jahrhundert.

An den Seitenaltären mit einem Aufbau vom Schnitzer Johann Pfister (1721) wurden 1968 die Aufsatzfiguren gestohlen. Die Ornamentik um die großen Altarblätter sind aus dem späten 18. Jahrhundert. Die Bilder aus dem späten 18. Jahrhundert malte der Maler und Bildhauer Johann Löxhaller, links Sebastian und im Aufsatz Martin, rechts Anna und im Aufsatz Nikolaus.

Die Kanzel entstand im 18. Jahrhundert und zeigt die Bilder Christus und die vier Evangelisten aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Orgel miniatur|Albert-Mauracher-Orgel von 1909 Die Orgel schuf Orgelmacher Albert Mauracher, vermutlich für das umgebauten Gehäuse von Johann Dummel, neu und erklang am Sonntag, den 5. Dezember 1909, zum ersten Mal. Sie besitzt eine pneumatische Traktur mit Taschenladen (raktionsschnelles Abstromprinzip). 2006 wurde das Instrument von Orgelbau Roland Hitsch (Koppl) renoviert, wobei er die zinnernen Prospektpfeifen, die 1917/18 für die Rüstungsindustrie abgeliefert werden mussten, wieder als Zinnpfeifen ersetzte. Der Spieltisch ist relativ weit von der eigentlichen Orgel entfernt. Daher baute Hitsch auf halbem Weg ein pneumatisches Relais für die Bleikondukte ein, um die Reaktionsgeschwindigkeit der Traktur zu steigern.Homepage Hitsch

Disposition Manual (54 Tasten C–f3) Principal 8' Gedeckt 8' Dolce 8' Flöte 4' Octav 4' Suboctavcoppel Superoctavcppel Pleno Pedal (27 Tasten C–d1) Subbass 16' Pedalcoppel

Literatur Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Salzburg 1986. Krispl, Pfarrkirche Hll. Petrus und Paulus, S. 194–195.

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

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Krispl Pfarrkirche

Krispl Kategorie:Barockbauwerk im Land Salzburg Kategorie:Unbewegliches Denkmal unter Denkmalschutz im Land Salzburg Kategorie:Erbaut im 17. Jahrhundert