Das Institut für angewandte Korruption (IfaK) ist ein realsatirisches Korruptionsinstitut mit Sitz in Wien.

Selbstverständnis und Ziele IfaK sammelt, dokumentiert und vermittelt Korruption. Die Aktivistengruppe rund um den Wirtschaftswissenschafter Roland Spitzlinger und die Künstlerin Julia Draxler möchte mit Mitteln der Satire auf das Problem Korruption hinweisen. Mit Forderungen nach „Demokratisierung der Korruption“ und „Werden auch Sie schöner, reicher, und intelligenter!“ setzen sich die Aktivisten mit dem Phänomen Korruption auseinander und lassen dabei die jüngsten Skandale und Affären Revue passieren.

Organisation und Struktur Die Rechtsform des Instituts ist ein gemeinnütziger Verein. Die Grundfinanzierung wurde durch eine Crowdfundingkampagne gesichert. Weitere Einnahmen erhält das Institut durch Mitgliedsbeiträge und Auftrittshonorare.

Angebote

Korruptionstouren Im Frühjahr 2013 begann der Verein mit wöchentlichen Korruptionslehrgängen durch die Wiener Innenstadt. Im Rahmen der von Schauspielern geführten zweistündigen Tour erfahren die Teilnehmer direkt vor Ort, an welchen Adressen es in Sachen Korruption am meisten zu lernen gibt.Bestechen lernen. In: Süddeutsche Zeitung, 17. Juni 2013. Abgerufen am 5. August 2015.Krumme Touren durch die Stadt. In: DiePresse, 11. Mai 2013. Abgerufen am 5. August 2015.Wien startet Korruptions-Lehrgang. In: DerStandard, 7. Juni 2013. Abgerufen am 5. August 2015.A Vienna si insegna a corrompere. In: ItaliaOggi, 27. Juli 2013. Abgerufen am 5. August 2015. (italienisch)

Kunstaktionen Im Juni 2013 bewarb sich Paul von IfaK beim österreichischen Innenministerium um ein Praktikum. Das Ministerium war in den letzten Jahren, insbesondere unter der Führung von Ernst Strasser, in zahlreiche Korruptionsskandale verwickelt.Praktikum im Innenministerium. (Vimeo) In: IfaK, 2. Juni 2013. Unter dem Motto „schön, reich und korrupt“ bewarb sich IfaK-Kandidatin Anna Hochreiter per YouTube-Video In: Institut für angewandte Korruption, 17. Februar 2016. um die Wahl zur Österreichischen Bundespräsidentschaft 2016.Politpunk-Kandidatin will Korruption demokratisieren. In: DerStandard, 19. Februar 2016. Abgerufen am 15. August 2016.Satire-Kandidatin bringt sich in Stellung für die Hofburg. In: Kurier, 19. Februar 2016. Abgerufen am 15. August 2016.

Korruptionscoaching Im August 2014 bot IfaK im Rahmen des Europäischen Forum Alpbach erstmals auch individuelle Korruptionscoachings „für die Elite von morgen“ an. In: Alpbach Media Academy, 22. August 2014. Abgerufen am 5. August 2015.

Korruptionsbuch Am 13. Oktober 2014 erschien der satirische Ratgeber „Probier's doch mal mit Korruption!“, in dem die Autoren „die Erfolgsgeheimnisse der Vettern, Freunderln und Amigos“ ausschließlich anhand von Praxisbeispielen darlegen. Schließlich habe Deutschland und Österreich, so der Klappentext, „in den letzten Jahren international anerkannte Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Korruption hervorgebracht, mit denen wir praktisch vor der Haustür die verschiedensten Formen der Korruption und ihre saubere Ausführung studieren können.“ Auf Basis aktueller „Best-Practice-Modelle“ können sich die Leser informieren wie Korruption funktioniert. In: Puls4, 4. November 2014. Abgerufen am 5. August 2015.Kontext - Sachbücher und Themen. In: Ö1, 7. November 2014. Abgerufen am 5. August 2015.

Korruptionsseminar Im Zuge der Buchveröffentlichung begannen die Autoren auch kabarettistische Seminare anzubieten. Diese sollen den Teilnehmern helfen, ihren „persönlichen Weg zu den Sonnenplätzen der Gesellschaft zu finden, vom Abschluss- und Titelkauf, über die Wahl der richtigen Freunde bis hin zum fertigen Businessplan.“

Literatur Probier's doch mal mit Korruption! Die Erfolgsgeheimnisse der Vettern, Freunderln und Amigos, Paperback, Roland Spitzlinger, Julia Draxler; Riemann, 2014, ISBN 978-3-570-50174-0

Weblinks www.ifak.at Offizielle Website

Einzelnachweise

Kategorie:Künstlergruppe (Österreich) Kategorie:Verein (Wien) Kategorie:Aktionskunst Kategorie:Satire Kategorie:Vereinsgründung 2013