mini|250px|Trappistenabtei Notre-Dame-des-Neiges Die Abtei Notre-Dame-des-Neiges (lat. Abbatia Beatae Mariae ad Nives) war von 1850 bis 2022 ein französisches Trappistenkloster in Saint-Laurent-les-Bains im Département Ardèche (Bistum Viviers), das seit 2022 als Zisterzienserinnenkloster weiterbesteht.
Geschichte mini|hochkant|Wappen der Abtei mini|130px|links|Abt Martin I. Martin mini|130px|links|Abt Hugues Chapelain de Seréville mini|250px|Auffahrt zur Abtei, rechts die Abteikirche mini|250px|Abtei im Winter mini|hochkant|Chor der Abteikirche Das trappistische Kloster Aiguebelle gründete 1850 in der Einsamkeit des nördlichen Cevennenrandes das Kloster Notre-Dame-des-Neiges („Maria Schnee“, bis 1861 Notre Dame de La Felgère), das 1852 zum Priorat und 1874 (mit 90 Mönchen) zur Abtei erhoben wurde.
Robert Louis Stevenson verbrachte im Kloster die Nacht vom 26. auf den 27. September 1878. In seinem Buch Reise mit dem Esel durch die Cévennen widmet er dem Kloster ein Kapitel und gibt sehr anschaulich ein Gespräch wieder, in dessen Verlauf man ihm dringend zur Konversion riet, um dem ewigen Höllenfeuer zu entgehen.
Der berühmteste Novize war von Januar bis Juni 1890 (unter dem Ordensnamen Albéric) Charles de Foucauld, der sich dann in das Tochterkloster Akbez in Syrien (heute: Türkei) entsenden ließ.
Robert Schuman hielt sich nach seiner Flucht aus Neustadt an der Weinstraße (1942) bis zum Kriegsende u. a. im Kloster Notre-Dame-des-Neiges auf.
Im Herbst 2022 wurde die Abtei der Trappisten geschlossen. Im Dezember 2022 besiedelten acht Nonnen aus dem Kloster Boulaur in die Klostergebäude neu. Es besteht nun als Zisterzienserinnenkloster Notre-Dame-des-Neiges fort.https://www.notredamedesneiges.com/ Neue Homepage der Zisterzienserinnen
Obere, Prioren und Äbte der Trappisten 1850–1851 Geniez Bouniol 1851–1854 Gabriel Monbet 1854–1855 Bernard Raymond 1855 Cyprien Gros 1855–1858 Emmanuel Bernex 1858–1882 Polycarpe Marthoud (1. Abt) 1882–1887 Joseph Goddard 1887–1908 Martin I. Martin 1909–1912 Martin II. Jouve 1912–1932 Augustin Martin 1932–1949 Jean-Marie Balmes 1949–1959 Toussaint Louche 1959–1982 Claudius Valour 1982–2002 Pierre-Marie Fayolle 2002–2022 Hugues Chapelain de Seréville
Gründungen Trappistenkloster Akbez (auch: Cheikhlé), Syrien, heute: Türkei (1882–1926) (Zuflucht) Cordemois, Belgien (1903–1922), spätere Trappistinnenabtei Clairefontaine-Cordemois (Restaurierung und Wiederbesiedelung) Kloster Oseira (1929).
Siehe auch Liste der Trappistenklöster Liste der Zisterzienserklöster
Literatur Philippe Méry: Abbayes, prieurés et couvents de France. Editions du Crapaud, La Roche-sur-Yon 2013, ISBN 978-2-9529145-1-2, S. 520. Bernard Peugniez: Le Guide Routier de l’Europe Cistercienne: esprit des lieux, patrimoine, hôtellerie. Editions du Signe, Straßburg 2012, ISBN 978-2-7468-2624-3, S. 338.
Weblinks
Webseite des Zisterzienserinnenklosters
Einzelnachweise
Kategorie:Trappistenkloster in Frankreich Kategorie:Kloster in Auvergne-Rhône-Alpes Kategorie:Bauwerk im Département Ardèche Notredamedesneiges Kategorie:Aufgelöst 2022