Trédarzec (, von und einem aus dem Bretonischen abgeleiteten Anthroponym, Histoire de la commune de Trédarzec. (Memento vom 27. Januar 2016 im Internet Archive). In: fr.topic-topos.com, abgerufen am 6. März 2018 (französisch; zu Geschichte und Denkmälern).) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Côtes-d’Armor in der Region Bretagne. Sie gehört zum Arrondissement Lannion und zum Kanton Tréguier. Die Bewohner nennen sich Trédarzécois(e).

Geografie Trédarzec liegt rund 25 Kilometer nördlich von Guingamp und rund 20 Kilometer nordöstlich von Lannion. Zur Gemeinde gehören nebst dem Dorf Trédarzec noch der mit dem Dorf zusammengewachsene Weiler Crec’h Urustal und die Weiler Crec’h Choupot südlich und Sainte-Marguerite östlich von Trédarzec. Es gibt zudem zahlreiche Einzelgehöfte innerhalb der Gemeinde. Die westliche Gemeindegrenze bildet der Küstenfluss Jaudy. Der Bizien ist einer seiner Zuflüsse, der auf dem Gemeindegebiet von Trédarzec von rechts in ihn einmündet und einen Teil der südlichen Gemeindegrenze bildet.

Nachbargemeinden Die Gemeinde zählt sieben benachbarte Gemeinden und Communes déléguées: Kerbors, Minihy-Tréguier, Pleumeur-Gautier, Plouguiel, Pouldouran, Tréguier und Troguéry.

Bevölkerungsentwicklung Zwischen 1793 und 1821 wuchs die Einwohnerschaft stark an. Danach pendelte sie bis 1881 stets um Werte von 1550 bis 1650 Einwohnern. In den 10 Jahren von 1881 bis 1891 sank die Anzahl der Bewohner um rund 200 Personen. Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges blieb die Bevölkerungszahl dann stabil bei ungefähr 1400 Menschen. In der Zeit vom Beginn des Ersten Weltkriegs bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs sank die Zahl der Einwohner wegen des Fehlens der gefallenen jungen Männer und der Abwanderung in die Zentren weiter. Zwischen 1962 und 1975 folgte eine dritte Abwanderungswelle und führte zu einem Tiefststand von knapp unter 1000 Bewohnern. Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2019Einwohner 1191 1128 997 1058 1023 999 1102 1060 Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten Schloss von Kerhir aus dem 16./17. Jahrhundert Herrenhaus von Le Bot aus dem 16. Jahrhundert mit altem Ziehbrunnen Herrenhaus von Le Carpont aus dem 15.–18. Jahrhundert Herrenhaus von Langarv aus dem Jahr 1453 Jardins de Kerdalo, ein 18 ha großer Landschaftsgarten im Englischen Stil In: arte.tv. Arte, abgerufen am 6. März 2018 – Filmbeschreibung zur Dokumentation von Hugo Benamozig (Regie), Frankreich 2017, ARTE France, 26 Min. Kirche Saint-Pierre, erbaut 1837–1838 Kapelle Saint-Nicolas de Kerhir (Ende 15. Jahrhundert) in Kerhir Kapelle Saint-Votrom (aus dem 14. Jahrhundert) in Pont-Bégou; die Kapelle untersteht dem Patrozinium des heiligen Votrom Kapelle Sainte-Trinité au Carpont (aus dem 15. Jahrhundert) in Le Carpont Kreuz auf dem alten Dorffriedhof (15.–18. Jahrhundert) Kreuz von Keranroux aus dem Jahr 1772 Haus von Saint-Nicolas (17./18. Jahrhundert) Bauernhaus von Mez-Crec’h aus dem 18. Jahrhundert Bauernhaus von Roz-an-Dillen aus dem 17. Jahrhundert 7 Mühlen gefasste Quellen in Kerguézec, Kerviziou, Saint-Nicolas und Traou-Meur

Literatur Le Patrimoine des Communes des Côtes-d’Armor. Band 1. Flohic Editions, Paris 1998, ISBN 2-84234-017-5, S. 601–603. Érik Orsenna, Isabelle et Timothy Vaughan: . Fotografien von Yann Monel. Ulmer, Paris 2007, ISBN 978-2-84138-316-0 (französisch; zu den Gärten von Kerdalo).

Weblinks

Informationen zur Geschichte und den Sehenswürdigkeiten. In: infobretagne.com (französisch) Die Gärten von Kerdalo. In: jardinez.com (deutsch)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Bretagne