Die Laves-PlaketteWaldemar R. Röhrbein: 1954, in: Hannover Chronik, S. 234ff.; online über Google-Bücher war eine für Neubauten der Nachkriegsmoderne in Hannover jährliche Prämierung, die über die Grenzen der Landeshauptstadt hinaus Beachtung fand. Die Plakette wurde verliehen durch die Laves-Gesellschaft für moderne Baukunst (Anfang der 1950er – 1965).Irene Zander: Ein Baumeister, der mit Bäumen baut / Hannover: Von drei Seiten Natur – Eine Stadt mit 212 Gemeinden – Das Außerordentliche steckt im Banalen, in: Die Zeit vom 27. März 1964, vor allem S. 4; online auf der Seite zeit.de Dieser eingetragene VereinCarsten Urbanski (Verantw.): auf der Seite compaly.com in der Version vom 26. Januar 2016 für moderne Baukunst verfolgte damit unter anderem das Ziel, „[...] die Allgemeinheit für das Bauen zu interessieren [und] Architektur ins Gespräch zu bringen.“
Geschichte mini|Das von Otto Hodler errichtete und 1954 prämierte Gebäude des damaligen Niedersächsischen Sozialministeriums am Hannah-Arendt-Platz in Hannover, gegenüber dem Leineschloss ()
Nachdem die spätere Landeshauptstadt im Zweiten Weltkrieg durch die Luftangriffe auf Hannover rund 60 Prozent ihres Gebäudebestandes eingebüßt hatte, inspirierte der hannoversche Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht bereits im Jahr der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1948 die Aufbaugemeinschaft Hannover. Als dort jedoch „[...] reaktionäre Tendenzen wirksam wurden“, gab er 1953 den Anstoß zur Gründung der Laves-Gesellschaft für moderne Baukunst. Namensgeber der Gesellschafter war Laves, „[...] der Baumeister des Klassizismus [...] dem die Stadt Pläne und Bauten aus ihrer ersten höfischen Blütezeit verdankt“.
Der Verein wurde im Vereinsregister beim Amtsgericht Hannover unter der Handelsregister-Nummer VR 2173 Hannover eingetragen, zum ersten Vorsitzenden wählten die Mitglieder Hermann Deckert. Bereits am 8. Oktober desselben Jahres würdigte die Gesellschaft Stadtbaurat Hillebrecht mit der Verleihung der ersten Laves-Plakette.
Preisträger 1953: Rudolf Hillebrecht 1954: Otto Hodler für den Bau des Niedersächsischen Sozialministeriums inklusive PlatzanlageFriedrich Lindau: Otto Hodler, in ders.: Hannover. Wiederaufbau und Zerstörung. Die Stadt im Umgang mit ihrer bauhistorischen Identität, 2., überarbeitete Auflage, Hannover: Schlütersche Verlagsgesellschaft, 2001, ISBN 3-87706-607-0, S. 326; Vorschau über Google-Bücher Paul Wolters für das Studentenwohnheim am Lodyweg 1;Friedrich Lindau: Hannover. Wiederaufbau und Zerstörung ..., S. 340; Vorschau über Google-Bücher die Mensa im Welfengarten, später zum – denkmalgeschützten – Theodor-Lessing-Haus umfunktioniert;Helmut Knocke, Hugo Thielen: Welfengarten 1A. In: Hannover Kunst- und Kultur-Lexikon, S. 216 Gerd Lichtenhahn in Gemeinschaft mit Ernst Friedrich Brockmann für den Bau der Europahalle auf dem Messegelände Hannover Friedrich Wilhelm KraemerUta Hassler, Silke Langenberg et al.: in der Architekturdatenbank Architektur der 50er, 60er, 70er der Technischen Universität Dortmund
Archivalien Archivalien zur Laves-Gesellschaft finden sich beispielsweise im Historischen Archiv der Stadt Köln im Nachlass des Architekten Wilhelm Riphahn mit dem Untertitel „Hannover, Laves-Gesellschaft, Wettbewerb; Schriftverkehr, Wettbewerbsunterlagen, Protokolle, Zeitungsausschnitte, 1953-1954“ unter der Nummer (Best. 1225) A 206Bettina Schmidt-Czaia (Verantw.): auf der Seite historischesarchivkoeln.de in der Version vom 26. Januar 2016
Einzelnachweise
Kategorie:Architekturpreis (Deutschland) Kategorie:Auszeichnung (Hannover) Kategorie:Medaille
Kategorie:Erstverleihung 1953 Kategorie:Ehemalige Auszeichnung Kategorie:Aufgelöst 1965 Kategorie:Architektur der Moderne