mini|Wappen derer von Gevekot im Wappenbuch des Westfälischen Adels Gevekot (auch Gevekoth, Gevekothe, Gevekothen o. ä.) ist der Name eines westfälischen Patrizier- und Adelsgeschlechts.

Geschichte Das Geschlecht stellte Lehnsleute des Stifts Minden.Spießen (1901–1903), S. 58. Johann Gevekot war Bürgermeister zu Minden (1472–1514). Dessen Tochter Mette Gevekot war mit Hermann Borries, Bürgermeister zu Minden (1501–1539), verheiratet.Verein Herold (Hrsg.): Vierteljahrsschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie, XIII. Jahrgang, Berlin 1885, S. 427 (Google Bücher). Ein weiterer Johann Gevekothe war 1521 Bürgermeister zu Minden.Wilhelm von Hodenberg: Hoyer Urkundenbuch, 1. Abtheilung, Hannover 1855, S. 408, Nr. 617 (Google Bücher). Im 16. und 17. Jahrhundert erscheint die Familie in lippischen Urkunden als ritterbürtig. 1692 gehörte ihnen ein Hof bei Lemgo.Otto Preuß: Die Baulichen Alterthümer des Lippischen Landes, 2. vermehrte und verbesserte Auflage, Detmold 1881, S. 61 (Google Bücher). In der Lemgoer Nicolaikirche findet sich ein Epitaph der Familie. Dieser wurde 1732 von Daniel Gevekot beschädigt, als er mehrere Steine heraushaute, um diese als Beweisstücke in einem Gerichtsprozess zu verwenden.Hans Fuhrmann, Kristine Weber, Sabine Wehking: Die Inschriften der Stadt Lemgo (= Die Deutschen Inschriften, Band 59; Düsseldorfer Reihe, Band 6), 2004, S. 43, 179.Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde, Band 73, 2004, S. 119.

Als Dank für seine Loyalität erhob Fürst Leopold IV. von Lippe seinen Staatsminister Max Gevekot am 24. November 1905 in den erblichen lippischen Freiherrenstand. Max’ Tochter Elisabeth heiratete 1900 Justus Adolf Wilhelm von Rosenberg-Gruszczynski (1877–1915), Sohn von Justus von Rosenberg-Gruszczynski. Max’ Sohn Hans von Gevekot (1873–1926) war Amtsrichter in Bad Salzuflen 1906/11 und Detmold 1911/26.

Persönlichkeiten Carl Theodor Gevekoht (1798–1850), Kaufmann und Bremer Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung Max von Gevekot (1845–1916), Jurist und 1900–1912 lippischer Staatsminister und Regierungschef im Fürstentum Lippe

Wappen Blasonierung: In Rot drei silberner Fische pfahlweise gestellt, der beiden äußeren aufgerichtet, der mittlere Fisch gestürzt. Das Ganze von einem silbernen querfließenden Bach überzogen. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein offener silberner Flug, der rechte Flügel silbern, der linke rot.

Literatur Gustav Adelbert Seyler: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 5 (Bürgerliche Geschlechter Deutschlands und der Schweiz), 11. Abt.: Sechshundertfünfundachtzig bürgerliche Wappen, Nürnberg 1920, S. 49 (uni-goettingen.de) und Tfl. 67 (uni-goettingen.de). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 58 (uni-duesseldorf.de); Band 2, Görlitz 1903, Tafel 139 (uni-duesseldorf.de).

Einzelnachweise

Kategorie:Deutsches Patriziergeschlecht Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht Kategorie:Patriziat (Minden)