mini|Bertha Czegka: Bildnis der Baronesse Falke (1902). Baronesse Amalie Falke von Lilienstein (* 18. August 1868Nach: Elisabeth Friedrichs, Die Deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 18. Und 19. Jahrhunderts in Wien, Österreich-Ungarn; † 8. November 1956 ebenda; nach 1919 Amalie Falke, Pseudonym: A. Falstein) war eine österreichische Schriftstellerin und Übersetzerin.
Leben Amalie Falke von Lilienstein war die Tochter des Sektionschefs im österreichischen Ministerium des Äußern Freiherr Johann Falke von Lilienstein († 1897) und eine jüngere Schwester des Dichters Hans Falke von Lilienstein (1862–1932). Mit dem Adelsaufhebungsgesetz 1919 verlor sie ihren adligen Namenstitel.
Zu Amalie Falke von Lilienstein engsten Freundinnen gehörten die schwedische Sozialreformerin Ellen Key und die deutsche Schriftstellerin Franziska Mann, eine Schwester des Sexualforschers Magnus Hirschfeld.Raimund Wolfert (2017): Annäherungen an Franziska Mann – Schriftstellerin und Briefpartnerin Ellen Keys. In: Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft, Nr. 58/59, S. 45–64, hier vor allem S. 54–57. Die Freundschaft der drei Frauen war aber gewissen Belastungen ausgesetzt, als sich Falke von Lilienstein, die sich selbst zu den „grandes amoureuses“ zählte,Zit. nach Wolfert 2017, S. 54. um 1904 in ein unglückseliges „Liebesabenteuer“ mit dem slowenisch-österreichischen Opernsänger Franz Naval stürzte. Der wurde zur gleichen Zeit, ein Jahr nach dem Tod seiner Ehefrau Viljemino Rau, auch von seinem deutschen Impresario Ajo Wiese (1866–1917) umworben.Vgl. Raimund Wolfert (2017): Von der Ungeduld des Herzens. Das vergebliche Werben Ajo Wieses um Franz Naval, in: Lambda-Nachrichten (Jg. 39), Nr. 171, S. 34–37. Wiese war ebenfalls mit Key und Mann befreundet.
Werke Das Eulennest, 1894. Des Lebens ewiger Dreiklang (Novelle), 1896. Erbsünde (Roman), 1897 (2. Auflage 1899). Friedel, 1898. Die Werdenden (Erzählungen), 1899. „Sie“ (Roman), 1900. Mädchen (Erzählungen), 1904. Das große Talent (Die Geschichte einer bunten Familie), 1906 Die Stimme vom Berge (Maria, Königin von Rumänien), 1927 Julius Cäsar (Guglielmo Ferrero), 1925
Literatur Franz Brümmer, Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Band 2. 6. Auflage, Leipzig, 1913, S. 183 Sophie Pataky, Lexikon deutscher Frauen der Feder Band 1, Berlin, 1898, S. 204
Weblinks
Falke-Lilienstein, A. bei worldcat.org
Einzelnachweise
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