Peter Witte (* 20. Dezember 1955 in Osnabrück) ist ein deutscher Gitarrist, Sänger und Komponist, der im Bereich des Jazz auch als Bandleader hervorgetreten ist.
Leben und Wirken Witte, der als Autodidakt Gitarren lernte, bildete zunächst mit seiner Schwester Monika Witte ein Gesangsduo, das u. a. Lieder von Brecht interpretierte; seit 1974 gehörten auch Lieder aus Lateinamerika zum Repertoire. Weiterhin war er Gründungsmitglied der Big Band des Kulturrings der Jugend Osnabrück; für die Formation war er als Gitarrist, Arrangeur und Komponist sowie als Sänger tätig. Nach einem Studium als Grafik-Designer studierte er ab 1979 klassische Gitarre bei Reinbert Evers in Münster; von 1991 bis 1995 absolvierte er ein Studium der Musikwissenschaften sowie Tonsatz und Gehörbildung.
Dann arbeitete er als Jazzmusiker, Leiter und Sänger von Bigbands und Chören, für die er auch arrangierte und komponierte. Unter anderem leitet er das 12-köpfige Jazz Ensemble „Blasnost“ und die Bigband der Universität Osnabrück. „Vor allem in seinen zahlreichen Chor-Kompositionen sind Jazz- und klassische Elemente zu einer Einheit verbunden, seine besondere Stärke ist der ungewöhnliche Umgang mit einer farbenreichen Harmonik.“Universität Osnabrück, Pressemeldung 17. Oktober 2011: Neues und Altes - Universität Osnabrück lädt ein zum Konzert in die Schlossaula. 2007 war er der künstlerische Leiter des „Jazz-Art-Ensembles“ der LAG-Jazz im Landesmusikrat Niedersachsen.
Witte ist künstlerischer Mitarbeiter an der Universität Osnabrück und war auch Lehrbeauftragter an der Universität Bremen bzw. unterrichtete Jazztheorie an der Hochschule Osnabrück.
Preise und Auszeichnungen Witte war 1979 Preisträger des von der Stadt Duisburg und dem WDR ausgeschriebenen Wettbewerbs des „internationalen demokratischen Liedes“. 1988 erhielt er den ersten Preis bei den „3. Internationalen AV-Tagen“ in München für „Neues Deutschland“, eine satirische Bilderreise durch die damals noch existierende DDR. 1992, 1994 und 1996 gewann er mit dem von ihm geleiteten Ensemble Blasnost den Wettbewerb „Jazz-Podium Niedersachsen“. 2011 errang er mit seiner A-Cappella-Komposition Ode IV auf einen Text von Klabund den zweiten Preis beim Kompositionswettbewerb „Gebt uns Noten“ des deutschen Chorverbands, dem Helbling Verlag und der Universität der Künste Berlin.Peter Witte - Ode IV
Kompositionen (Auswahl) 2018: "Tres danzas" für Klaviertrio 2018: Barbara Sinfonie 2017: 3 Stücke für Sinfonieorchester und Big Band 2016: "... and be drunk with love" (Song of Solomon) für Chor und Gitarre 2016: „Concertino“ für Orchester 2015: „Magnificat“ und „Nunc dimittis“ für Chor und Percussion Ensemble 2014: „Triptychon“ für Cello-Orchester 2013: „Sonatina Capricciosa“ für Saxophon und Klavier 2012: „Real Emotions“ für Saxophonquartett 2011: „Nocturnal Gigue“ für StreichorchesterPeter Witte: Nocturnal Gigue für Streichorchester (Video mit Schöneck Ensemble, Aula der Universität Osnabrück, 23. Oktober 2011) 2011: „Vals Venezolano“ für Streichquartett 2010: Klabund-Zyklus für Big Band und Chor 2010: Drei Madrigale für Chor 2005: „7 O-Antiphone“ für Chor 2003: „La vraie chanson vivante“: Kantate für Sopran, Saxophon, 4 Violoncelli und ChorNeue Osnabrücker Zeitung, 27. Oktober 2004: Mit dem eigenen Ständchen den Sekt redlich verdient. 1999: Jazz-Messe für Chor und Combo (auch a cappella)
Diskographische Hinweise Monika & Peter Witte Krieg dem Kriege: Lieder von Brecht, Tucholsky und Weinert (Atelier im Bauernhaus 1977) Blasnost Blasnost (Acoustic 1991) Blasnost Anything blows (Acoustic 1994) Corona Vocalis Jazz Messe (1999) Corona Vocalis O Radix Jesse (2006)
Lexikalische Einträge Jürgen Wölfer: Jazz in Deutschland. Das Lexikon. Alle Musiker und Plattenfirmen von 1920 bis heute. Hannibal, Höfen 2008, ISBN 978-3-85445-274-4.
Weblinks Webpräsenz Eintrag als wiss. Mitarbeiter (Uni Osnabrück)
Einzelnachweise
Kategorie:Chansonsänger Kategorie:Jazz-Sänger Kategorie:Gitarrist Kategorie:Bigband-Leader Kategorie:Komponist (Jazz) Kategorie:Musiker (Osnabrück) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1955 Kategorie:Mann