mini|hochkant|Lage der Gemeinde Grădinari im Kreis Caraș-Severin mini|Kakova bei der Josephinischen Landaufnahme 1972
Grădinari (bis 1964 Cacova; auch Groß-Kakowa, oder auch Nagykákóva, Kákóva) ist eine Gemeinde im Kreis Caraș-Severin in der Region Banat in Rumänien. Zur Gemeinde Grădinari gehört auch das Dorf Greoni.
Geografische Lage Grădinari liegt im Süden des Kreises Caraș-Severin, an der Nationalstraße DN57 Moravița–Oravița, 11 km nordwestlich von Oravița.
Nachbarorte
Geschichte Die Ortschaft wurde auf der Mercy-Karte von 1723 unter der Ortsbezeichnung Kakova erstmals urkundlich erwähnt, als der Ort zu dem Distrikt Werschetz gehörte.Der Turm auf dem Hügel aus Gradinari prinbanat.ro, abgerufen am 16. Oktober 2023 (rumänisch, englisch, deutsch).
Um 1780 verließen viele Bewohner das Dorf und ließen sich in der Gegend um Alibunar nieder. Im 18. Jahrhundert war Kakova direkt der Wiener Hofkammer unterstellt. 1855 wurde die Domäne von der Österreichisch-ungarischen Staatseisenbahngesellschaft (StEG) aufgekauft.
Am 19. Mai 1858 fiel der Kakova-Meteorit in der Gegend von Cacova/Comoraste und wurde dabei von 4 Schäfern beobachtet und 8 cm tief in der Schafweide steckend noch heiß gefunden. Der 580 g schwere Stein wurde von Wilhelm von Haidinger, dem Direktor des geologischen Instituts in Wien, untersucht und nach Wien gebracht. Heute befindet sich der Meteorit im Naturhistorischen Museum Wien.
Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich (1867) wurde das Banat dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts fand das Gesetz zur Magyarisierung der Ortsnamen (Ga. 4/1898) Anwendung, einschließlich der Magyarisierung aller Toponyme auf Kartenwerken, Grundbuchauszügen und Stadtplänen.Gerhard Seewann: Geschichte der Deutschen in Ungarn, Band 2 1860 bis 2006, Herder-Institut, Marburg 2012. Die amtliche Ortsbezeichnung war Kákóva. Die ungarischen Ortsbezeichnungen blieben bis zur Verwaltungsreform von 1923 im Königreich Rumänien gültig, als die rumänischen Ortsbezeichnungen eingeführt wurden.
Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Dreiteilung des Banats zur Folge, wodurch Cacova an das Königreich Rumänien fiel. Bis 1964 hieß der Ort Cacova. Seit 1964 ist Grădinari (rumän. Garten) die amtliche Ortsbezeichnung.
Bevölkerungsentwicklung VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1880–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 838 kB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1880 3672 3519 20 107 26 1910 3717 3421 45 166 85 1930 2987 2730 18 117 122 1977 2395 2214 14 7 160 2002 2199 1916 9 6 268 2021 1764 1481 - - 283 (185 Roma)
Bildergalerie
Weblinks
Grădinari bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Banat (Rumänien) Kategorie:Ersterwähnung 1723