Joseph Walter (* unbekannt; † nach 1744) war ein Augustinermönch und Barockbaumeister.

Leben Walter war Bruder im Augustinerkloster Trier und eventuell Schüler von Christian Kretzschmar. Sein erster nachgewiesener Bau war das zwischen 1713 und 1728 entstandene Franziskaner-Minoriten-Nonnenkloster St. Afra in Trier. Ab 1722 und mindestens bis 1744 war Walter Baumeister im Kurstaat Trier. Zwischen 1728 und 1734 baute er das Welschnonnenkloster in Trier und war auch für den Neubau des Augustinerklosters in Trier zuständig. Um 1744 hatte Walter die Bauleitung zum Bau des Palais Kesselstatt und der Stiftskirche St. Paulin inne, die wohl nach Plänen von Christian Kretzschmar entstanden. 1755 wird beim Umbau des Pfarrhofs in St. Wendel „Einem augustiner bruder, so den riss Vom pfarrhoof gemacht, geben 7 fl 12 albus“.Pfarrarchiv St. Wendel, Kirchenrechnung 1755–1756 (II), Seite 237. Der Kunsthistoriker Dr. Walter Zimmermann nahm an, dass dieser Bruder Joseph Walter war.Hans Klaus Schmitt, Die Wendelskapelle, St. Wendel, 1974, Seite 30.

Weitere Werke 1725 Plan zum Dreifaltigkeitsaltar im Trierer Dom (Grabmal des Jakob von Eltz) 1727/28 Plan zum Johannisaltar im Trierer Dom (Grabmal des Johann von Schonenburg) 1731 Mitwirkung an der Trierer Komturei des Deutschen Ordens 1732 Plan für das Portal von St. Gangolf in Trier 1734 Bauleitung des Kirchenneubaus in Kesten 1736 Bau des Portals der Zisterzienserinnenabtei St. Anna (Zisterzienserinnenabtei Löwenbrücken) in Trier

Literatur

Die Barockbaumeister der Saarregion zwischen 1648 und 1789 – Ihre Werke und ihre Bauherren. Edition Schaumberg, Marpingen 2011, S. 254–257

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Baumeister des Barock Kategorie:Person (Trier) Kategorie:Geboren im 17. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 18. Jahrhundert Kategorie:Mann