mini|Spielplatz auf dem Lortzingplatz mini|Blick nach Norden Der Lortzingplatz wurde 1906 bis 1908 vom königlichen Gartenbauarchitekt Fritz Encke im Kölner Stadtteil Lindenthal angelegt. Der 2300 Quadratmeter große Gartenplatz sollte nach den Plänen Enckes die Funktion eines multifunktionalen Erholungsraum in dem bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts entstandenen Wohnviertel an der Theresienstraße übernehmen.architekturmuseum.ub.tu-berlin.de: Bauplan des Lortzingplatz 1:250, abgerufen am 22. Januar 2016 Benannt wurde der Platz nach dem Komponisten Albert Lortzing, der in Köln am 30. Januar 1824 Rosina Regina Ahles geheiratet hat.Konrad Adenauer und Volker Gröbe: Straßen und Plätze in Lindenthal. J.P. Bachem, Köln 1992, ISBN 3-7616-1018-1, S. 105
Geschichte Im Zweiten Weltkrieg wurde der Platz verwüstet. In der Folgezeit verwilderte die Grünfläche zusehends. Im Januar 2001 wurde auf den Lortzingplatz vom Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz aufmerksam gemacht, indem man ihn als Beispiel für Enckes soziale Grünflächenplanung als Denkmal des Monats ausgezeichnet hat.
Im Jahr 2002 wurde der Lortzingplatz mit Unterstützung der Denkmalpflege vom Grünflächenamt der Stadt Köln für 120.000 Euro wieder neu bepflanzt und angelehnt an den ursprünglichen Entwurf von Encke in drei Zonen aufgegliedert. Auf der Nordseite des Platzes wurde ein Spielplatz neu gestaltet, während auf der Südseite, leicht erhöht, ein Tischtennisplatz eingerichtet wurde.kölner stadtanzeiger.de: Ende des Dornröschenschlafs, 2. August 2004, abgerufen am 22. Januar 2016 Der zentrale Platz, der nach dem Krieg als Fußballfeld genutzt wurde, wurde wieder in eine Rasenfläche umgewandelt. An den Rändern wurden Ziersträucher und Ligusterhecken angepflanzt, Blumenrabatten angelegt und Ruhebänke aufgestellt.kölner stadtanzeiger: Erholung fast wie in Italien, 18. September 2002, abgerufen am 22. Januar 2016stadt-koeln.de Rede des Oberbürgermeisters Fritz Schramma anlässlich der Eröffnung des Lortzingplatzes in Köln-Lindenthal am Dienstag, 17. September 2002, abgerufen am 22. Januar 2016
Seit dem 1. Juli 1980 ist die Platzanlage als Baudenkmal der Stadt Köln ausgewiesen.Wolfram Hagspiel, Hiltrud Kier, Johannes Ralf Beines: Köln Denkmälerverzeichnis 12.3 Stadtbezirke 2 und 3 (Rodenkirchen und Lindenthal), Bachem-Verlag, Köln 1978, S. 208f.
Einzelnachweise
Literatur Werner Adams und Joachim Bauer (Hrsg.): Vom Botanischen Garten zum Großstadtgrün – 200 Jahre Kölner Grün. Bachem Verlag, Köln 2001, ISBN 3-7616-1460-8.
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