Carl Großheim (* 11. August 1843 in Schönlanke; † 27. August 1917 im Heeresdienst) war ein deutscher Sanitätsoffizier.

Leben Großheim studierte 1862–1866 am Medicinisch-chirurgischen Friedrich-Wilhelm-Institut. 1863 schloss er sich dem Pépinière-Corps Franconia an.Kösener Corpslisten 1960, 60/24 Er wurde 1866 zum Dr. med. promoviert.Dissertation: De globulorum sclopetariorum in ossibus incapsultatione. 1868–1870 war er an das Krankenhaus der Barmherzigkeit in Königsberg i. Pr. kommandiert. Anschließend war er zwei Jahre Assistenzarzt I. Klasse beim Korpsarzt des XIII. (Königlich Württembergischen) Armee-Korps. Mit ihm nahm er am Deutsch-Französischen Krieg teil.

In der Medizinalabteilung des Kriegsministeriums war er Hilfsreferent, Referent und Abteilungschef. Als Kommissar und Delegierter des Ministeriums reiste er zu den Weltausstellungen in Philadelphia (1876) und Chicago (1893) und zu internationalen Kongressen. Zum Teil mehrfach besuchte er Krankenanstalten in Budapest, Skandinavien und Italien.

Zuletzt war er in Frankfurt am Main Korpsarzt des XVIII. Armee-Korps. Als Generalarzt mit dem Rang eines Generalmajors schied er im November 1904 aus dem aktiven Dienst aus. Als Generalarzt z. D. und charakterisierter Obergeneralarzt lebten Exzellenz in Berlin.Stammliste KWA Im Ersten Weltkrieg war er stellvertretender Direktor der Kaiser-Wilhelms-Akademie.

Carl Großheim starb zwei Wochen nach seinem 74. Geburtstag. Die Beisetzung erfolgte auf dem Invalidenfriedhof in Berlin. Das Grab ist nicht erhalten.Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Begräbnisstätten. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1. S. 79.

Einzelnachweise

Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1843 Kategorie:Gestorben 1917 Kategorie:Mann Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Kategorie:Absolvent der Kaiser-Wilhelms-Akademie für das militärärztliche Bildungswesen Kategorie:Exzellenz (Preußen) Kategorie:Obergeneralarzt