Sławice ( Slawitz) ist ein Stadtteil der Stadt Opole.
Geographie Geographische Lage Das Straßendorf Sławice liegt elf Kilometer östlich vom ehemaligen Gemeindesitz Dąbrowa und sechs Kilometer nordwestlich von der Kreisstadt und Woiwodschaftshauptstadt Opole (Oppeln).
Sławice liegt in der Nizina Śląska (Schlesische Tiefebene) innerhalb der Pradolina Wrocławska (Breslauer Urstromtal) im Westen der historischen Region Oberschlesien. Östlich des Dorfes verläuft die Oder. Das Dorf liegt an der Woiwodschaftsstraße Droga wojewódzka 459 mit Verbindungen von Opole nach Skorogoszcz. Südlich des Ortes verläuft die Landesstraße Droga krajowa 46.
Nachbarorte Nachbarorte von Sławice sind im Westen Karczów (dt. Schönwitz), im Norden Żelazna (Zelasno) und im Süden die beiden Oppelner Stadtteil Bierkowice (Birkowitz) und Półwieś (Halbendorf).
Geschichte mini|Johannes-Nepomuk-Kirche mit Dorfteich mini|Denkmal Oderhochwasser Die Ortschaft wurde 1218 das erste Mal als Zlivici erwähnt.Ersterwähnung Slawitz Der Name Slawitz bedeutet Dorf der Slaven.Heinrich Adamy: Die schlesischen Ortsnamen Ihre Entstehung und Bedeutung – Ein Bild aus der Vorzeit, Breslau, Priebatsch, 1889, S. 28 Am 27. Juli 1660 kaufte Graf Kaspar Colonna von Fels das Gut von Anna Elisabeth Freiin Krakowsky von Kolowrat, geb. Gräfin von Mettich für einen Kaufpreis von 5000 Talern.
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Slawitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.
Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Slawitz ab 1816 zum Landkreis Oppeln im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 zählte das zur königlich-preußischen Provinz Schlesien gehörende Dorf 67 Häuser, darunter eine Mühle, eine Brennerei sowie eine Brauerei. Im gleichen Jahr lebten in Slawitz 390 Personen, davon 14 evangelisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 641. 1855 lebten 389 Menschen in Slawitz. 1865 bestanden im Ort sechs Bauer-, elf Halbbauern-, zwölf Gärtner-, zwölf Häuslerstellen und 44 Einlieger. Eingepfarrt waren die Bewohner nach Oppeln, eingeschult nach Halbendorf.Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 73 (). 1874 wurde der Amtsbezirk Halbendorf gegründet, welcher aus den Landgemeinden Birkowitz, Halbendorf, Leopoldsberg, Slawitz und Zelasno und den Gutsbezirken Birkowitz, Halbendorf, Oberschale und Slawitz bestand.Territorial Amtsbezirk Halbendorf/Birkental O.S. 1885 zählte Slawitz 421 Einwohner.Kreis Oppeln. In: agoff.de, AGoFF, abgerufen am 31. März 2020.
Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 180 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 178 für die Zugehörigkeit zu Polen.Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921: Literatur, Im Zuge der „Verdeutschung fremdländischer Ortsnamen“ unter den Nationalsozialisten wurde der Ort am 15. Juni 1936 in Preisdorf umbenannt. 1939 lebten im Dorf 883 Menschen.
Bis 1945 gehörte der Ort zum preußischen Landkreis Oppeln in der Provinz Oberschlesien. Infolge des Zweiten Weltkrieges kam der Ort an Polen, wurde in Sławice umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Opole, 1999 zum wiedergegründeten Powiat Opolski. Bis 2016 lag die Ortschaft in der Gemeinde Dąbrowa (Dambrau) im Powiat Opolski (Landkreis Oppeln). Zum 1. Januar 2017 wurde Sławice in die Stadt Opole eingemeindet.Stadt Opole:
Sehenswürdigkeiten Nepomukkirche
Die römisch-katholische Johannes-Nepomuk-Kirche (poln. Kościół św. Jana Nepomucena) wurde 1931 erbaut.Johannes-Nepomuk-Kirche
Weitere Sehenswürdigkeiten Denkmal für das Oderhochwasser von 1997 Dorfteich
Vereine Freiwillige Feuerwehr OSP Sławice Fußballverein LZS Sławice
Persönlichkeiten Wilhelm Freiherr von Rechenberg (1903–1968), Bildhauer Tadeusz Bień (* 1944), Politiker
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Stadtteil von Opole Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Ersterwähnung 1218