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Hüll (oberfränkisch: HlJ. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 22. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „hl“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Betzenstein im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Hüll liegt in der Gemarkung Weidensees.

Geografie Das ländlich geprägte Kirchdorf ist von Erhebungen der Fränkischen Schweiz umgeben. Die Kreisstraße BT 30 führt nach Weidensees zur Bundesstraße 2 (1,5 km nördlich) bzw. nach Betzenstein zur Staatsstraße 2163 (2 km südlich).

Geschichte Der Ort wurde 1348 als „Hul“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich von einem Wasserspeicher, der sogenannte Hüle, ab.J. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 22.

Seit 1504 stand Hüll unter der Oberhoheit der Reichsstadt Nürnberg.Hüll auf betzenstein.de Der Ort lag im Fraischbezirk des nürnbergischen Pflegamtes Betzenstein. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 25 Untertansfamilien, von denen 23 nürnbergisch waren und 2 zum pfalz-neuburgischen Amt Auerbach gehörten.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 327.

Mit dem Gemeindeedikt wurde Hüll dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Bronn und der wenig später gebildeten Ruralgemeinde Weidensees zugewiesen. Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Hüll am 1. Januar 1972 in die Stadt Betzenstein eingegliedert.

Baudenkmäler In Hüll gibt es fünf Baudenkmäler: Haus Nr. 9: Wohnstallhaus Haus Nr. 11: Ehemaliges Schulhaus Haus Nr. 13: Wohnstallhaus Haus Nr. 29: Evangelische Filialkirche St. Laurentius und Martin Brunnentrog

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 150 160 150 155 140 140 165 112 109 90HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 29 29 28 28 29 29Quelle Dort als Betzensteinerhüll aufgelistet.

Religion Die Kirchengemeinde gehört zur Pfarrei Betzenstein, die Kirche war einst dem Frankenheiligen St. Martin geweiht. Die ursprüngliche Kirche geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Im 14. Jahrhundert wurde Hüll im Rahmen der Marienverehrung zum Wallfahrtsort. Der heutige Bau entstand wohl um 1400. 1421 wurde Hüll erstmals als Frühmessnerei erwähnt. Die Kirche hatte früher einen hohen Turm, der wegen Baufälligkeit 1820 abgetragen wurde. Hüll ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Betzenstein) Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Ersterwähnung 1348