Der Jüdische Friedhof der ehemaligen Stadt Wattenscheid, heute Stadtbezirk von Bochum, befindet sich an der Bochumer Straße.

Geschichte

Der Friedhof besteht seit dem 17. Jahrhundert. Die Belegung erfolgte vom 17. bis ins 19. Jahrhundert. 1652 wurde der Friedhof erstmals urkundlich erwähnt. Er wurde 1862/63 erworben und 1899 verkleinert.

Die Gräber wurden von den Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg zerstört und das Areal als Abladeplatz für den Trümmerschutt von Gebäuden benutzt. Nach dem Kriegsende wurden ehemalige führende Nationalsozialisten gezwungen, das Friedhofsgelände eigenhändig zu räumen. 21 Grabsteine (Mazewot) konnte man bei einem Steinmetz sicherstellen.

1972 errichtete die Stadt Wattenscheid einen Gedenkstein auf dem Friedhof.

Siehe auch Jüdisches Leben in Wattenscheid Liste von Friedhöfen in Bochum

Literatur Andreas Halwer: Ortsartikel Bochum-Wattenscheid. In: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg. Hrsgg. von Frank Göttmann, Münster 2016, S. 226–233 Online-Fassung der Historischen Kommission für Westfalen.

Weblinks

Wattenscheid. Stadt Bochum auf zentralarchiv-juden.de

Einzelnachweise

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