Radęcin ( Regenthin) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Lebus. Es ist der Stadt-und-Land-Gemeinde Dobiegniew (Woldenberg) im Powiat Strzelecko-Drezdenecki angegliedert.
Geographische Lage Die Ortschaft Radęcin liegt in der historischen Neumark, etwa 60 Kilometer nordöstlich der Stadt Gorzów Wielkopolski (Landsberg an der Warthe), 30 Kilometer nordöstlich der Stadt Strzelce Krajeńskie (Friedeberg Nm.) und zwölf Kilometer nordöstlich der Stadt Dobiegniew (Woldenberg).
Geschichte Im Jahr 1300 übereignete Markgraf Woldemar die Ortschaft dem Zisterzienser-Kloster Marienwalde.Georg Wilhelm von Raumer: Die Neumark Brandenburg im Jahre 1337 oder Markgraf Ludwig's des Aelteren Neumärkisches Landbuch aus dieser Zeit. Berlin 1837, S. 34. 1608 hieß das Dorf Reyenthine.Riehl und Scheu (1861): S. 449.
Durch die preußische Verwaltungsreform von 1815 wurde Regenthin in den brandenburgischen Landkreis Arnswalde eingegliedert, zu dem es bereits im 18. Jahrhundert gehört hatte.Johann Ernst Fabri: Geographie für alle Stände. Teil I, Band 3, Leipzig 1791, S. 1197–1198. 1938 wurde Regenrhin zusammen mit dem Landkreis Arnswalde der Provinz Pommern zugeordnet. Dies erfolgte im Zuge der verwaltungstechnischen Umwandlung der Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen in den Regierungsbezirk Grenzmark Posen-Westpreußen.
Im Frühjahr 1945 wurde das Dorf von der Roten Armee besetzt und bald darauf von der sowjetischen Militärkommandantur unter polnische Verwaltung gestellt. Es begann die Zuwanderung von Polen. Die eingesessenen Dorfbewohner wurden in der Folgezeit vertrieben. Das deutsche Dorf Regenthin wurde in Radęcin umbenannt.
Einwohnerzahlen 1858: 672, darunter zwölf Juden 1871: 890Preußisches Statistisches Landesamt: Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Brandenburg und ihre Bevölkerung. Berlin 1873, S. 134, Nr. 39. 1925: 844, darunter zwei Katholiken, keine Judenhttp://gemeinde.regenthin.kreis-arnswalde.de/ 1933: 895 1939: 853
Religion Bis 1945 waren die Dorfbewohner mit wenigen Ausnahmen evangelisch. In Regenthin waren im Jahr 1790 die Evangelischen aus dem Nachbardorf Hochzeit (Stare Osieczno) eingepfarrt. Die Dorfkirche von Regenthin war eine Filiale des Kirchspiels des Dorfes Zatten.
Verweise Literatur W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande. Berlin 1861, S. 449.
Weblinks Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: Die Gemeinde Regenthin im ehemaligen Kreis Arnswalde in Pommern (2011).
Fußnoten
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus Kategorie:Gmina Dobiegniew