Franz Eichberger (* 31. Juli 1919Franz Eichberger in den Akten der Reichskulturkammer/Reichsfilmkammer in Puchberg am Schneeberg; † 29. Mai 1991) war ein österreichischer Schauspieler.

Leben und Karriere Franz Eichberger kam über Leni Riefenstahl zum Film. Die Regisseurin war für ihre Opernverfilmung Tiefland auf der Suche nach einem geeigneten Darsteller für die Rolle des jungen Hirten Pedro. Wie sie in ihrer Autobiographie schreibt, wurde sie beim Kandahar-Skirennen 1939 in St. Anton am Arlberg auf den damals 20-jährigen Österreicher aufmerksam, der in optischer Hinsicht ihren Vorstellungen von der Filmfigur entsprach.Leni Riefenstahl: Memoiren. Köln 2000, Seite 358 Nach dem Krieg wurde in der Illustrierten „Revue“ allerdings behauptet, Riefenstahl habe 2000 Gebirgsjäger mehrmals an sich vorbeiziehen lassen, um sich einen passenden Darsteller aussuchen zu können.Siehe Jürgen Trimborn: Riefenstahl: Eine deutsche Karriere. Kapitel: Höhenflüge Riefenstahl hat diese Behauptung entschieden in Abrede gestellt und auf ihrer Version beharrt. Letztere wurde von Eichberger und ihrem damaligen Assistenten Harald Reinl in eidesstattlichen Erklärungen bestätigt. Ein Artikel aus den frühen 40er Jahren besagt hingegen, dass sich die Regisseurin einen Darsteller unter den Gebirgstruppen ausgesucht habe.Siehe Jürgen Trimborn: Riefenstahl: Eine deutsche Karriere. Kapitel: Höhenflüge

Eigentlich Sanitätssoldat, war Eichberger von der Wehrmacht als Skilehrer in das Arlberggebiet abkommandiert worden. Er erwies sich zwar als äußerst schüchtern, doch bestätigten Probeaufnahmen sein darstellerisches Talent. Probleme gab es allerdings mit seinem Dialekt, so dass er Sprachunterricht in einer Berliner Schauspielschule erhielt.Leni Riefenstahl: Memoiren. Köln 2000, Seite 360 Nach dem Krieg erhielt Eichberger weitere Rollenangebote. 1947 war er in der österreichisch-französischen Coproduktion Wintermelodie zu sehen. Später filmte er zwar mit bedeutenden Regisseuren wie Georg Wilhelm Pabst (Der Prozeß, Geheimnisvolle Tiefe) und Helmut Käutner (Die letzte Brücke), erhielt aber zumeist nur kleinere Nebenrollen. Lediglich in der Adalbert-Stifter-Verfilmung Bergkristall (1949) hatte man ihm eine Hauptrolle anvertraut. Nach Ich heirate Herrn Direktor (1960) beendete Eichberger seine Filmkarriere.

Filmografie 1947: Wintermelodie (Les amours de Blanche Neige) 1948: Der Prozeß 1949: Geheimnisvolle Tiefe 1949: Bergkristall 1954: Die letzte Brücke 1954: Tiefland 1955: Die Sennerin von St. Kathrein 1959: 12 Mädchen und 1 Mann 1960: Ich heirate Herrn Direktor

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Franz Eichberger bei filmportal.de Einzelnachweise und Anmerkungen

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