mini|hochkant=1.5|Cougar und F/A-18C J-5014 an der Air14 Die Air14 oder 100 Jahre Schweizer Luftwaffe Airshow war eine internationale Flugschau, welche die Schweizer Luftwaffe im Sommer 2014 auf dem Militärflugplatz Payerne veranstaltete.
Geschichte Die Schweizer Luftwaffe beteiligte sich bei diversen militärischen und zivilen Veranstaltungen mit Vorführungen. Bei vom Militär organisierten Events waren in der Regel keine ausländischen Militärflugzeuge eingeladen. Grund war die strikte Schweizer Neutralität. Zivile Flugshow-Organisatoren hingegen brachten auch ausländische Militärflugzeuge in ihr Programm ein, wie mehrfach die Harrier bei den ab 1976 stattfindenden Flugtagen in Bex. Mit dem Ende des Kalten Krieges ergingen auch Einladungen der Schweizer Luftwaffe an Staaten des ehemaligen Ostblocks. An der Air94 am 26. und 27. August 1994 war eine Su-22 der slowakischen Luftwaffe auf dem Flugplatz Buochs zu Gast, wo die Patrouille Suisse ihr 30-jähriges Bestehen auf dem Hawker Hunter feierte. Höhepunkt sowie Anlass der Veranstaltung war die Verabschiedung des Hunters mit einem Formationsüberflug von 40 Hawker-Hunter-Maschinen. Es wurde beschlossen, alle zehn Jahre eine solche Airshow durchzuführen. Die nächste Airshow fand daher als Air04 am 4. und 5. September 2004 auf dem Militärflugplatz Payerne statt. Rund 275'000 Menschen verfolgten das militärische Spektakel mit 186 Flugzeugen, dessen Höhepunkt ein ungewöhnlicher gemeinsamer Überflug von fünf Kunstflugstaffeln war. Der Direktor der Air04 war Ian Logan.
Der nächste Termin für die Airshow war somit das Jahr 2014, in dem die Luftwaffe ihr 100-jähriges Bestehen feierte sowie die Patrouille Suisse ihr 50-jähriges Bestehen und das PC-7 Team sein 25-jähriges Bestehen begehen konnten. Daher wurden die Feierlichkeiten auf zwei Wochenenden ausgeweitet. An den dazwischen liegenden Wochentagen wurde die Airshow für alle Interessierten mit reduziertem Vorführprogramm und umfassendem Static Display offen gehalten. Somit dauerte die Air14 mit dem Trainingstag insgesamt 10 Tage, wobei die Schweizer Kunstflugstaffeln an jedem Tag mindestens eine Vorführung absolvierten. Für die nächste, nun Airspirt24 genannte, Airshow im Jahr 2024 war wieder nur ein Wochenende geplant. Auf dem Militärflugplatz Emmen war der 30 und 31. August vorgesehen. Die bereits angekündigte Flugschau wurde im Januar 2024 aus Kostengründen abgesagt. Man wolle sich stattdessen auf die Verteidigung konzentrieren, so Armeechef Thomas Süssli.
Organisation Die Planung für die Air14 begann im Jahr 2009intra. 2/14 Seite 6 unter Zustimmung des damaligen Verteidigungsministers Ueli Maurer, Chef der Armee André Blattmann und dem damaligen Kommandanten der Luftwaffe Markus Gygax. Als Direktor für die Air14 wurde Oberst im Generalstab Ian Logan ernannt, der schon für die Air04 verantwortlich war. Für das Flying Display war der heutige Kommandant der Patrouille Suisse Nils «Jamie» Hämmerli verantwortlich, der Kommandant des PC-7 Teams «Höffi», Werner Hoffmann, koordinierte (abgesehen von der Patrouille Suisse für die der damalige Kommandant der PS «Dani» Daniel Hösli zuständig war) alle Vorführungen von den aktuellen Mitteln der Schweizer Luftwaffe. Für das Static Display war «Jose» Jascha Haller verantwortlich. Die Eröffnung der Air14 übernahm der neue Kommandant der Luftwaffe, Aldo C. Schellenberg, zusammen mit Doris Leuthard, in deren Arbeitsbereich als Bundesrätin die Zivilluftfahrt fällt.
Für die Durchführung der Airshow hatte die Schweizer Luftwaffe diverse Partner. Dies waren unter anderem: der Zivilschutz, Schweizerisches Rotes Kreuz, Bundesamt für Zivilluftfahrt, Kantonspolizei Waadt, Kantonspolizei Freiburg, REGA, Schweizerische Bundesbahnen, Schweiz Tourismus, Feldpost (Schweizer Armee), Fliegermuseum Altenrhein, Flieger-Flab-Museum, Musée de l’aviation militaire de Payerne, Télévision Suisse Romande.
Für die Airshow wurde ein Verkehrskonzept erarbeitet mit drei Parkarealen nahe der Autobahnausfahrt Payerne respektive in der Nähe der beiden angrenzenden Autobahnausfahrten mit gratis Shuttlebussen zum Airshowareal. Die SBB setzten Sonderzüge für die Airshow ein. Die Airshow wurde vom Westschweizer Fernsehen live übertragen und auch per Livestream auf YouTube gezeigt. Da die Airshow selbsttragend sein musste, wurde zum einen Eintritt verlangt, zum anderen wurde der Treibstoff aus dem ordentlichen jährlichen Luftwaffenkontingent bezogen sowie die Kosten mit Sponsoren gedeckt. Die Sponsoren Henniez und Nestlé hatten dafür im Gegenzug das Liefermonopol für Lebensmittel und Getränke, wobei aber auch das lokale Gewerbe berücksichtigt wurde. Der Militärflugplatz Emmen fungierte als Ausweichflugplatz und als Basis für diverse Schweizer Luftfahrzeuge, die Vorführungen an der Airshow absolvierten. Für den Onlineverkauf von Tickets und Kombinierten Eisenbahn-/ Eintrittstickets war die SBB verantwortlich. Partner Rolle Luftwaffe Organisator Armeestab Militär EM cond A FSTA Militär Heer Militär Logistikbasis der Armee Militär Höhere Kaderausbildung Militär Führungsunterstützungsbasis Militär Armasuisse Militär Breitling Hauptpartner Schweiz Tourismus Hauptpartner SBB Hauptpartner Renault Hauptpartner Henniez Hauptpartner Heineken Hauptpartner Payerne Hauptpartner Postauto Hauptpartner RUAG Hauptpartner Swiss Hauptpartner Swisscom Hauptpartner Banque Cantonale Vaudoise Hauptpartner 24 heures Medienpartner RTS un Deux Medienpartner la 1ère RTS Medienpartner Blick Medienpartner Quantis Partner Staat Freiburg Partner Kanton Waadt Partner APG SGA Partner Touring Club Schweiz Partner Lausanne Hospitality Consulting Partner École hôtelière de Lausanne Partner swisstopo.ch Partner skyguide Partner MeteoSwiss Partner
Besonderes mini|SBB-Lok der Reihe Re 460 mit Sonderbemalung Air14 Die SBB versahen eine Re-460-Lokomotive mit einer Sonderbemalung für die Air14. Die Schweizerische Post bemalte einen PostautobusAir14-Bus. (Bild) In: finanzblog.ch. ebenfalls in einer Sonderbemalung für die Air14 und gab zu diesem Anlass zwei Sonderbriefmarken heraus. Swissmint gab eine Sondermünze zum 50-jährigen Jubiläum der Patrouille Suisse heraus.
Für die Air14 erhielten diverse flugfähige Oldtimer eine Bemalung, die der des Flugzeugtyps im Dienst der Schweizer Luftwaffe entsprach. Die F/A-18C J-5014 erhielt eine Farbgebung, die derjenigen der Schweizer Flugzeuge im Zweiten Weltkrieg entsprach. Die J-5014 flog Displays alleine, oder im Paar mit der als J-143 bemalten Morane HB-RCF, welche den Neutralitätsanstrich mit zusätzlichen roten und weissen Streifen trug. Weitere Paare waren die FA-18 mit einem Cougar oder dem Super Puma mit der Sonderbemalung der Lufttransportstaffel 4.
Eine einzigartige Flugvorführung bot das PC-7 Team am 7. September 2014, als sie gemeinsam mit der Patrouille Suisse eine Flugvorführung mit somit insgesamt 15 Flugzeugen präsentierten. Mit einer in der damaligen Schweizer Farbgebung bemalten Morane und einer Boeing B-17 wurde ein historisches Ereignis eines Bomberabschusses bei Dübendorf im Zweiten Weltkrieg nachgestellt. Mit Claude Nicollier und Chris Austin Hadfield waren zudem auch Astronauten an der Air14 beteiligt. Die Air14 hatte ihren eigenen offiziellen Song One Hundred Years. Sänger ist der F/A-18 Pilot «Jason» Stucki.One Hundred Years (YouTube).
Für das vielfältige Flugprogramm mit der lebhaften und dynamischen Präsentation von 100 Jahren Militärluftfahrt sowie das zukunftsträchtige Verkehrs- und Umweltkonzept wurde der Air14 im Dezember 2014 vom International Council of Air Shows (ICAS) ein «Platinum Award» vergeben.
Themenbereiche Das Flugprogramm wurde so gestaltet, dass es vielseitig für Besucher war, die die Veranstaltung nur einen Tag besuchten, wie auch für Besucher die alle vier Haupttage das Programm verfolgten. Jeder dieser Tage sollte ein breites Spektrum der Zeitepochen der Schweizer Militärluftfahrt von den Gründungsjahren bis zur Gegenwart aufzeigen, sowie Einzelvorführungen, Teamvorführungen und speziellen Akten zum Jubiläum. Daher wurde das Programm von jedem dieser Tage in die Rubriken „Teams“, „Jets“, „Oldtimer Jets“, „Propeller aircraft“, „Helicopters“, „Special demonstrations“ und „Tribute 100 Years Military aviation“ unterteilt. Jeder dieser Tage hatte einen Themenbereich und eine Farbe sowie ein Leitmotiv. Diese wurde auch im Programm, auf den Tickets sowie bei Fachanlässen unter der Woche zum jeweiligen Thema aufgeführt: mini|Avro-Triebwerk im Swiss Stand Samstag 30. August 2014 The Sky Outwatch (Green) Reconnaissance in the past, today and the future. Themenbereich Luftaufklärung Grüne Farbe. Sonntag 31. August 2014 Above the Battlefields (Amber) Air to ground in the past, today and the future. Themenbereich Luft Boden Einsatz Bernsteinfarben Samstag 6. September 2014 The Spirit of Air Defence (Cyan) Air Defence in the past, today and the future. Themenbereich Luftkampf Blaue Farbe Sonntag 7. September 2014 Heavy Metal and Evolution (Purple) Innovation and Air Transport in the past, today and the future. Themenbereich Lufttransport und Innovation Purpurne Farbe.
Die Tage zwischen den Wochenenden waren auch öffentlich. Einige Tage hatten einen Schwerpunkt für spezifische Besucher, so waren diese für Schulklassen ausgelegt, für Menschen mit Behinderung und für Unternehmer aus der Privatwirtschaft.
Eine Aufgabe der Air14 war es auch, den Besuchern die Berufe in der Schweizer Armee und in der Aviatik näher zu bringen. Daher hatte die Armee ein Zelt aufgebaut, in dem die verschiedenen (Lehr-)Berufe aufgezeigt wurden. Dazu waren auch Unternehmen, die in der Schweizer Aviatik tätig sind, an der Ausstellung beteiligt, dies waren unter anderem die Swiss, Skyguide, Schweizerische Rettungsflugwacht, RUAG, Pilatus Aircraft. Zudem wurden verschiedene Sparten des Militärs und ihre Aufgaben den Besuchern in Statischen Ausstellungen präsentiert, so zum Beispiel die Militärpolizei, EOD, Swissint, ABC-Abwehr. Nebst den Fliegenden Mitteln war die Schweizer Luftwaffe auch mit bodengestützten Systemen wie dem TAFLIR, IFAS-Richtstrahl-Piranha, STINGER, Oerlikon 35 mm mit Feuerleitgerät Skyguard und RAPIER präsent. Das Heer war präsent mit Bergepanzer Büffel, Leopard 2, M109, M113, Mowag Eagle, Mowag Piranha IB 6×6, Mowag Piranha 8x8, DURO GMTF, CV9030CH, Mobile Brücke und der Mobilen Rollstrasse.
Flugprogramm mini|Patrouille Suisse und PC-7 Team mini|Morane D-3801 der Schweizer Flugwaffe im Flug mit einem amerikanischen Bomber vom Typ B-17 mini|Patrouille Suisse und Swiss A-330 mini|Die F/A-18C mit dem Kennzeichen J-5014 flog in einer Bemalung, welche derjenigen der Schweizer Flugzeuge des Zweiten Weltkrieges entspräche Fly In Donnerstag 28. August 2014 Kein Programm
Training Freitag 29. August 2014 Luftfahrzeug Land Patrulla Águila Wings of Storm Patrouille de France Midnight Hawks Suchoi Su-22 Fitter Mirage 2000 Ramex Delta P-51 Mustang P-38 Lightning PC-9M Eurocopter Tiger North American B-25 und Chance Vought F4U Mil Mi-24/35 Tribute 100 Years Military Aviation Jetman Tribute 50 Years Patrouille Suisse 25 Years PC-7 Team
The Sky Outwatch (Green) Reconnaissance in the past, today and the future Samstag 30. August 2014