mini|Die Konfiszierung des Pfeffersacks historisierendes Ölgemälde über die Zeit des Dreißigjährigen Krieges von Carl Plinke, 1894

Als Pfeffersäcke wurden zunächst spöttisch der Hanse angehörende Geschäftsleute bezeichnet, aber auch Nürnberger KaufleuteZimmerische Chronik. Band 2, S. 434. oder die Kaufleute der Vereenigde Oostindische Compagnie.

Geschichte Das Wort ist (etwa als niederländisch peperzak) zunächst vereinzelt ab dem 13. JahrhundertJosef Karlmann Brechenmacher: Etymologisches Wörterbuch der Deutschen Familiennamen. Limburg an der Lahn 1957–1963, Band 1, S. 125. nachweisbar und wurde dann später, insbesondere seit dem 16. Jahrhundert, allgemein als verächtliche Bezeichnung für einen reichen Kaufmann oder Großhändler gebraucht. Diese Bezeichnung entstand, weil der Wohlstand einiger von ihnen auf dem Handel mit Gewürzen aus Übersee beruhte, für die im Mittelalter zusammenfassend der Begriff „Pfeffer“ stand. Bis heute wird „Pfeffersack“ teilweise abfällig für reiche, rücksichtslos nur auf Geld und Macht bedachte Menschen verwendet und bis heute abschätzig insbesondere auf die Hamburger Oberschicht bezogen.

Entsprechend ist Nürnberger Pfeffersack ein Spottname für Nürnberger Kaufleute, historisch begründet vermutlich auf deren Handel mit levantinischen Spezereien.

Literatur Lutz Röhrich: Pfeffer. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Berlin 1994, S. 4619.

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Einzelnachweise

Kategorie:Hanse Kategorie:Schimpfwort (Person) Kategorie:Würzmittel, Gewürze und andere würzende Zutaten Kategorie:Personenbezeichnung (Handel)